"Wir sehen darin keine Bedrohung, sondern eine Chance", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter zur zunehmenden Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Mit einem größeren Abrufangebot will der Sender verstärkt junge Zuschauer ansprechen. "Gerade bei ihnen verliert das Echtzeitfernsehen an Bedeutung", sagte Schächter. Derzeit seien zwischen 20 und 25 Prozent des täglichen Programms jederzeit im Internet verfügbar. Ansteigen soll das Angebot bis Jahresende auf etwa die Hälfte des Programms.
Außerdem stellt das ZDF 2007 sein Programm weitgehend auf das Breitbildformat um. Während derzeit gut ein Viertel der Sendungen in dem 16:9-Format zu sehen ist, sollen es bis Ende des Jahres 80 bis 90 Prozent sein, sagte der ZDF-Intendant. Das betreffe dann die Nachrichten-Sendungen, große Shows und die Fernsehfilme. Mit den Übertragungen von der Fußball-Weltmeisterschaft habe sich das international gängige Format hierzulande endgültig durchgesetzt, erklärte er.
Das ZDF ist bereits heute Vorreiter in Sachen IPTV. Die sogenannte Mediathek des Senders ist in das Media Center des Windows-Betriebssystems integriert. So können Computernutzer darüber ältere Sendungen kostenlos aus dem Archiv abrufen. Die Senderkette ProSieben-Sat1 hat 2006 ein eigenes, allerdings kostenpflichtiges IPTV-Angebot gestartet.
tef/ddp/AP
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