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09.03.2007
 

Videotipp zum Wochenausklang

Scanjet für Elise

Neben dem allgegenwärtigen Ta-ta-ta-tam gehört die als "Für Elise" bekannte Bagatelle in a-Moll (WoO 59) wohl zu den bekanntesten Stücken von Ludwig van Beethoven. So, wie man das Stück hier zu hören bekommt, kennt es allerdings kaum jemand. Und wer Vivaldi vorzieht, wird auch bedient.

Scanner sind äußerst nützliche Geräte, in den letzten Jahren allerdings etwas aus der Mode gekommen. Seit Fotos vornehmlich digital gemacht werden, hat der Scanner einige seiner Aufgaben verloren. Kein Problem für findige Tech-Bastler, die dem Gerät einfach neue Aufgabenfelder zuweisen: als Musikinstrument zum Beispiel.

Beethoven: Der Meister wusste das nicht, schrieb aber auch Musik für Scanner
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DPA

Beethoven: Der Meister wusste das nicht, schrieb aber auch Musik für Scanner

Was zwei Dinge klar macht: Erstens scheint die Kreativität findiger Tech-Tüftler unerschöpflich, zweitens gibt es Menschen, die offensichtlich zu viel Zeit haben. Doch was wäre die trockene Tech-Welt ohne Seltsamkeiten?

Allerdings klappt das nicht mit jedem Scanner. Die Töne sind ja allen Nutzern dieser Geräte bekannt: Das meist nervige hohe Sirren ertönt, wenn der mechanische Vortrieb die Scan-Einheit in winzigen Schritten über die Vorlage führt. Beeinflussen kann man das normalerweise nicht.

Offenbar kamen aber die Entwickler von Hewlett Packard den Musikfreunden in aller Welt zur Hilfe und versteckten in der Firmen-Software ein so genanntes Easter Egg.

Darunter versteht man versteckte Inhalte - Bilder, kurze Filme, seltsame Sonderfunktionen. In letztere Kategorie gehört wohl das Kommando "Play Music" in der Firmensoftware zum HP Scanjet 4c respektive 4p sowie 5100c, das über die kleine Software Scanjetplay aktiviert und gesteuert werden kann.

Ob noch andere Scanner ähnliche musikalische Talente aufweisen, ist uns derzeit nicht bekannt. Für ein kleines klassisches Konzert reichen aber schon die hier vorgestellten YouTube-Videos. Wer mehr sucht, findet entsprechendes Futter über YouTube oder Google: "Scanjet" und "Music" als Suchworte führen direkt zum Ziel.

P.S.: Die Frage, ob die hier gezeigten Videos echt oder vielleicht geschickte Fälschungen sind, sorgten in unserer Redaktion für heiße Debatten. Die Antwort lieferte Hewlett Packard selbst, in einem bereits 1997 veröffentlichten kleinen Artikel. Das Musik-Feature existiert. Nicht verifizieren konnten wir dagegen Gerüchte, die durch Blogosphäre und Foren geistern, dass man ähnliche Tricks auch mit Tintenstrahl-Druckern verwirklichen könne. Von entsprechenden Experimenten raten wir ab: In dieser verrückten Welt der Technik wäre es billiger, sich einen Scanner zu kaufen, als neue Tintenpatronen.

pat

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