Von Frank Patalong
Man kann den großen Unterschied zwischen Video-Webseiten wie YouTube und den Web-Aktivitäten vieler Entertainmentfirmen folgendermaßen auf den Punkt bringen: YouTube ist cool, weil dort vieles unlizenziert und illegal ist; Industrie-Webseiten sind legal, aber sie sind absolut nicht cool.
Das ist nicht neu. Ähnliches ließ sich Ende der Neunziger über die ersten P2P-Börsen und die kommerziellen Antworten darauf sagen. Wiederholt sich Geschichte, dann müsste es Viacom und Co. in den nächsten Monaten gelingen, YouTube mit Milliardenforderungen in den Stillstand zu klagen, während die Industrie in ihrem Versuch, der frustrierten YouTube-Nutzerschaft legale Alternativen zu bieten, ein paar Totgeburten hervorbringt.
Die erste und größte müsste dann das in der letzten Woche mit viel Tamtam angekündigte, offiziell bisher namenlose NBC-Videoportal sein. Allein bei Google/YouTube hat diese Konkurrenz schon einen Namen: "Clown Co." soll das Gemeinschaftsunternehmen von NBC, News Corp., AOL und Microsoft dort heißen.
Der Spott ist verständlich - momentan ist YouTube Marktführer, die Etablierten hecheln hinterher. Allein, es droht der Konflikt mit dem Copyright - Napster und KaZaA können da als Lehrstück dienen. Dass der sehr liberale Umgang mit dem Urheberrecht auch bei YouTube nicht ewig gut gehen wird, wusste auch Google, als es die Firma im Herbst letzten Jahres für die Sensationssumme von 1,65 Milliarden Dollar kaufte. Eine Kriegskasse für Copyright-Klagen in Höhe von 200 Millionen Dollar wurde auf die Seite gelegt, parallel begannen Verhandlungen mit TV- und Filmwelt. Doch viel mehr als kleinere Aktionen und Kooperationen bekam "GooTube" bisher nicht hin.
Stattdessen riss einigen Branchengrößen der Geduldsfaden. Erst gab es Ultimaten, Inhalte aus YouTube zu entfernen. Als das nicht in befriedigender Geschwindigkeit und hinreichend gründlich geschah, ließ Viacom eine Milliardenklage folgen - das Klima wird eisig.
Dabei wünscht sich die Industrie durchaus Plattformen wie YouTube - insbesondere die großen Filmverleihe und TV-Netzwerke. NBC prescht nun vor und versucht, selbst eine auf die Beine zu stellen - in einem Mischkonzept aus eigener, YouTube-ähnlicher Plattform und als Dienstleister für die Lizenzierung von Inhalten an andere Video-Dienste.
Das klingt teils vielversprechend, teils unsinnig. Immer deutlicher wird doch absehbar, wie die verschiedenen Facetten der unmittelbaren Web-TV-Zukunft aussehen werden, wo dort Chancen für die etablierten TV-Sendenetze liegen - und wo nicht.
Das Fernsehen als programmausstrahlendes, den Zeitrahmen des Konsums vorschreibendes Event ist ein Auslaufmodell. Wer bezweifelt, dass die Zukunft "on demand" heißt? Das allein ist aber auch kein Ersatz für die Leistungen des Fernsehens, was zur ersten These führt:
Auf anderen Social Networks posten:
Das Fernsehen der Zukunft wird zu sehen sein mit Fernsehern, die einen nicht kleinen Untertitelstreifen unter dem Bld ziegen können, an Stelle von in obiger Ecke fuchtelnder Hörlosengestik, wie manchmal zu sehen (z.B. bei [...] mehr...
Es wird so sein wie die meisten Deutschen es wünschen. Wenn das so weiter geht noch flacher. So flach das man nicht mehr denken muss. So wie es gewünscht wird. Und bitte keine Informationen die was beibringen, was wäre ja mit [...] mehr...
http://www2.tu-ilmenau.de/deep-ilmpact/ Mehr Wissen, mehr Mitspracherecht, mehr Mitmachen von daheim aus. Leider gibts selbst auf Youtube nicht viel dazu finden. mehr...
Das stichwort ist "mehr" - mehr trash, mehr dokus, mehr mehr mehr. Durch die Digitalen Sender werden wir hier amerikanische verhältnisse bekommen (...) + iptv, streaming etc... was ist denn das für ein frage? mehr...
Wann kann ich endlich 4-K Auflösung mit Wohnzimmerwand großem Bild mit 22.2-Ton, Real Surround, 12 X 3000 Watt, 8 Million:1 Kontrast, Richterin Salesch und GZSZ sehen ???? Ich kann es kaum abwarten ! mehr...
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