Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, fordert, die Verbreitung von Killerspielen unter Strafe zu stellen. Ihm bereite große Sorge, "dass sich vor allem männliche Jugendliche systematisch desensibilisieren durch Computerspiele, die Tötungsarien vorzeichnen", sagte Pfeiffer der "Passauer Neuen Presse".
Deshalb plädiert Pfeiffer für ein Werbe- und Verkaufsverbot von gewaltwaltverherrlichenden Computerspielen. "Für Spiele mit extremen Gewaltexzessen wie ,Der Pate', bei denen aggressives Töten mit Punkten belohnt wird, brauchen wir sogar ein strafrechtliches Verbot", fügte Pfeiffer hinzu.
Martin Lorber, Sprecher des Herstellers von "Der Pate", Electronic Arts, zu SPIEGEL ONLINE: "Es gibt in diesem Spiel keine Gewaltverherrlichung. Wäre das so, ist das ein Fall für den Staatsanwalt. Wir haben schon Gesetze, die das verbieten."
Experten zweifeln auch den von Pfeiffer unterstellten Zusammenhang von Brutalität und Punkten im genannten Spiel "Der Pate" an. Gunnar Lott, Chefredakteur des Fachmagazins Gamestar zu SPIEGEL ONLINE: "Es gibt kein Spiel in Deutschland, bei dem man für den Grad der Gewalt belohnt wird."
lis/ddp
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