Bei Gabriels neuem Download-Service namens We7 kommt alles zusammen, was online derzeit en vogue ist: Kostenlose Musik ohne Kopierschutzbeschränkungen, Community-Elemente, Web 2.0-Technologien und ein interessantes neues Geschäftsmodell.
Anwender sollen die bei We7 gelistete Musik kostenlos herunterladen dürfen, müssen dafür jedoch einen jeweils etwa zehnsekündigen Werbespot ertragen, bevor die Musik startet. Welche Werbung zu hören ist, bestimmt eine Software nach den Angaben, die Anwender in ihren Benutzerprofilen hinterlegen.
Nach mehrmaligem Anhören, je nach Titel vier- bis fünfmal, soll man nach Angaben von "The Register" die Freigabe für eine werberfreie Version des jeweiligen Titels erhalten. Als Dateiformat wird MP3 verwendet. Mit welcher Bitrate die Musik enkodiert ist, hat das Unternehmen bisher nicht preisgegeben.
Sprudelnde Einnahmen erhoffen sich Peter Gabriel und seine Mitstreiter Steve Purdham und John Taysom aus dem Verkauf der kurzen Werbeeinblendungen. Zwischen 0,30 und 0,60 britische Pfund (0,43 bis 0,88 Euro) wollen die Firmengründer pro Download von den Kunden verlangen.
Derzeit mangelt es dem Portal allerdings noch an einem zugkräftigen Angebot. Keine der großen Plattenfirmen war bereit, sich dem Wagnis der neuen Vertriebsform zu stellen. Dementsprechend verlegt sich We7 in erster Linie auf Independent-Künstler. Künftig sollen über den Dienst auch Videos angeboten werden.
mak
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