Von Konrad Lischka
Alle 50 Sekunden eine Digitalkamera, jede Minute ein Auto, täglich ein Kühlschrank - nirgends in Europa wird soviel online ersteigert wie bei eBay Deutschland. Doch nach dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre äußern jetzt immer mehr unzufriedene Kunden ihre Enttäuschung: Als Reaktion auf einen Artikel bei SPIEGEL ONLINE senden viele Leser der Redaktion ihre eBay-Erfahrungen. Die meisten sind negativ. EBay reagiert und erklärt, wie die bemängelten Zustände verbessert werden sollen.
Kaum noch Schnäppchen - wegen Preistreibern?
Die Kritik an den überhöhten Auktionspreisen kommentieren einige Leser abgebrüht: "Blind bei eBay kaufen, war von Anfang an nicht schlau, weil manchen Auktionsteilnehmern beim Steigern der Gaul durchgeht." Da bieten leichtgläubige Kunden für gebrauchte Digitalkameras, die im Handel neuwertig 144 Euro kosten, bis zu 190 Euro.
Die Konsequenz für viele eBay-Kunden: Sie kaufen bei Online-Auktionen nur noch spezielle Artikel, für die es nur vergleichweise wenig Nachfrage gibt: antiquarische Bücher, Autoersatzteile, Ersatzteile für Playmobil - Digitalkameras und Unterhaltungselektronik aber auf gar keinen Fall.
Eine mögliche Erklärung für die oft unverständlich hohen Gewinngebote ist die von eBay verbotene Preistreiberei. Sprich: Ein betrügerischer Kunde bietet unter anderem Namen für seine eigenen Auktionen oder lässt Bekannte mitbieten, um die Gebote hochzutreiben. Obwohl eBay verspricht, vehement gegen solche Trickser vorzugehen, schaffen es offensichtlich immer wieder einige, damit durchzukommen. Hinweise: Mitglieder ohne Bewertungen bieten mit - manchmal sperrt eBay solche Nutzerkonten, laut Kunden allerdings manchmal mit Verzögerung.
Misstrauisch machen auch solche Beispiele: Fünf identische Artikel bieten verschiedene Händler bei eBay an - und ausgerechnet bei dem mit den meisten Geboten treibt ein Bieter den Preis noch höher, ignoriert die anderen Auktionen völlig. Unerfahren? Betrügerisch! So der Verdacht vieler eBay-Nutzer.
EBay antwortet:
Gemäß unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die jeder eBay-Nutzer bei der Anmeldung akzeptiert, ist es Verkäufern eindeutig untersagt, eigene Auktionen durch Abgabe von Geboten unter Verwendung eines weiteren Nutzerkontos oder durch die gezielte Einschaltung eines Dritten zu manipulieren.
Diese Vorschrift trägt dazu bei, dass der Handel bei eBay fair verläuft. Erhalten wir Hinweise von Dritten - zum Beispiel von anderen eBay-Nutzern - auf ein solches Fehlverhalten, so wird dieser Sachverhalt vom eBay-Sicherheitsteam unverzüglich und individuell untersucht. Darüber hinaus überprüft das eBay-Sicherheitsteam den Online-Marktplatz auch in Eigeninitiative auf unzulässige Verhaltensweisen wie die Abgabe von Geboten auf eigene Auktionen oder die gezielte Einschaltung eines Dritten zur Manipulation einer Auktion.
Ist für das eBay-Sicherheitsteam die Abgabe solcher unzulässiger Gebote nachweisbar, werden die Mitgliedskonten der unberechtigt Bietenden vom Handel bei eBay ausgeschlossen. Außerdem wird der Verkäufer verwarnt und im Wiederholungsfall dauerhaft von der Nutzung des eBay-Marktplatzes ausgeschlossen. Dem eBay-Sicherheitsteam steht eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, um solche Manipulationen nachzuvollziehen.
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Ob bei Kauf oder Verkauf alles immer perfekt. Ein einziges Mal hat sich ein Käufer nicht gemeldet. Ebay selbst verlangt aber zu hohe Gebühren. Die Hälfte wäre auch genug. Bliebe immer noch ein riesen Gewinn. PS Bei Paypal sind [...] mehr...
Mir ist dieser Vergleich immer vollkommen Rätselhaft, da ich ebay so nie betrachtet habe. ebay ist ein riesiger Flohmarkt im Netz und in diesem Bereich nach wie vor konkurrenzlos. Ich schaue dort, wenn ich etwas suche oder [...] mehr...
Meine letzten Einkäufe sowohl bei privaten Verkäufern - wie auch bei gewerblichen Verkäufern waren alles echte Schnäppchen, die ich außerhalb von Ebay niemals gemacht hätte. Ich hätte(wie so oft) nichtmal gewußt, wo und wie ich [...] mehr...
ebay war mal interessant; die Preistreiberei hat viele ebay-privat-Verkäufer vergrault! Oft hat man über den Marktplatz besseren Erfolg. Gerade hochpreisiger Elektronikkram lässt sich sicherer verkaufen. Vor Ort testen, [...] mehr...
doch inzwischen gibt es zuviele Händler. Als secound hand shop oder um geschenktes aus Feiern an den Mann oder Frau zu bringen Kindersachen eine gute Sache . Habe bestimmt schon 2 Jahre nichts [...] mehr...
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