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EBay Misstrauen, Angst, Unsicherheit

6. Teil: Verkäufer ärgern sich über gelöschte Auktionen

Gelöschte Auktionen

Viele Verkäufer fühlen sich ungerecht behandelt, häufigste Kritik: Beim Löschen harmloser Auktionen mit nur formalen Verstößen ginge eBay übertrieben hart vor. Beispiel: Stephan Lüdde aus Siegburg verkauft ein Blue-Ray-Laufwerk. Auf dem Gerät klebt ein Logo "PS3 kompatibel", er nimmt das Stichwort PS3 in die Auktion auf. Die wird gelöscht. Grund: Keyword-Spamming, also die irreführende, zusammenhanglose Verwendung populärer Suchbegriffe. Anderes Beispiel: Ein Verkäufer gebrauchter Bücher verlinkt die eBay-Subdomäne http://buecher.search.ebay.de/ - die Auktionen werden gelöscht, wegen unerlaubter Links.

Keine Prüfung, keine Löschung der Links - die komplette Auktion wird unwiederherstellbar gelöscht. Derselbe Verkäufer beschreibt eine Broschüre über Sportakrobatik mit den Stichworte: Sports Acrobatics, Turnen, DSAB, DTV, FIG - die Abkürzungen stehen für Sportakrobatik-Verbände. eBay sieht das offenbar anders: Die Auktion wurde wegen Keyword-Spamming gelöscht, berichtet der Verkäufer. Handelt hier eine Software, die nicht abwägen kann?

EBay antwortet

Es gibt für eBay tatsächlich nur die Möglichkeit, eine Auktion komplett zu löschen oder komplett bestehen zu lassen. Hintergrund: Sobald wir nur Teile einer Artikelbeschreibung verändern, würden wir selbst verantwortlich für diese Inhalte werden, die jedoch unter der Verantwortung des Verkäufers auf den Marktplatz eingestellt wurden. Deshalb können wir Links oder beanstandete Begriffe nicht einfach aus einer Artikelbeschreibung entfernen.

Der Fall mit dem Verweis zur Subdomäne buecher.search.ebay.de ist uns bekannt. Dass diese Auktion gelöscht wurde, beruhte auf einem Fehler von unserer Seite, für den wir uns bei dem Verkäufer entschuldigt haben. Im Fall der Broschüre über Sportakrobatik war die Entscheidung der Löschung hingegen richtig, hier wurden auch andere, nicht mit dem Artikel zusammenhängende Suchworte benutzt. Zum anderen Beispiel: Wer eine PS3 sucht, will nicht Hunderte von DVD-Laufwerken finden. Im Interesse der Käufer sehen wir es als unsere Verantwortung an, die Kategorien des Marktplatz so sauber wie möglich zu halten. Das ist übrigens auch durchaus im Interesse der Verkäufer: Viele Markeninhaber gehen rigoros gegen Anbieter vor, die Markennamen in nicht erlaubter Weise in ihren Angeboten benutzen. Wer eine Sonnenbrille anbietet, die "aussieht wie eine Brille der Marke XY", geht bei manchen Markenartikelherstellern durchaus das Risiko einer kostenpflichtigen Abmahnung ein.

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insgesamt 667 Beiträge
Scaithy 11.05.2007
Woran eBay meiner Meinung nach krankt, ist das Bewertungssystem. Bewertungen sind Handelswaren nach dem Motto: Bewertest Du mich gut, bewerte ich Dich auch gut. Oder halt umgekehrt. Deswegen traut sich kaum jemand, schlechte [...]
Woran eBay meiner Meinung nach krankt, ist das Bewertungssystem. Bewertungen sind Handelswaren nach dem Motto: Bewertest Du mich gut, bewerte ich Dich auch gut. Oder halt umgekehrt. Deswegen traut sich kaum jemand, schlechte Bewertungen abzugeben aus Angst vor einer schlechten Gegenbewertung. Und leider ist es auch so, dass regelmässig vom Käufer zuerst eine Bewertung erwartet wird, bevor der Verkäufer bewertet. Eigentlich unlogisch, wenn man bedenkt, dass der Käufer ja zuerst seine Leistung erbracht hat. Auch dass eBay grundsätzlich keine Bewertungen löscht, selbst wenn man nachweisen könnte, dass sie falsch sind, halte ich für eine Schwäche. Hier muss eBay dringend noch etwas tun, um an der Glaubwürdigkeit der Bewertungen zu arbeiten. Insgesamt ist die Plattform für mich uninteressanter geworden, seit vermehrt Händler auf eBay verkaufen.
Klo 11.05.2007
Dem stimme ich zu. Rachebewertungen gibt es immer wieder, selbst wenn ein bezahlter Artikel nie abgeschickt wurde und versicherter Versand vereinbart wurde. Dies sollte bestraft werden als Bewertungsmißbrauch.
Zitat von ScaithyWoran eBay meiner Meinung nach krankt, ist das Bewertungssystem. Bewertungen sind Handelswaren nach dem Motto: Bewertest Du mich gut, bewerte ich Dich auch gut. Oder halt umgekehrt. Deswegen traut sich kaum jemand, schlechte Bewertungen abzugeben aus Angst vor einer schlechten .....
Dem stimme ich zu. Rachebewertungen gibt es immer wieder, selbst wenn ein bezahlter Artikel nie abgeschickt wurde und versicherter Versand vereinbart wurde. Dies sollte bestraft werden als Bewertungsmißbrauch.
donemile 11.05.2007
Als erfahrener Nutzer von Ebay, ich bin seit 1999 dabei, würde ich sagen im Allgemeinen nicht schlecht. Verbesserungen sind immer möglich. Werden auch durchgeführt. Wenns nicht für die Leute nützlich wäre, hätte es mit Sicherheit [...]
Als erfahrener Nutzer von Ebay, ich bin seit 1999 dabei, würde ich sagen im Allgemeinen nicht schlecht. Verbesserungen sind immer möglich. Werden auch durchgeführt. Wenns nicht für die Leute nützlich wäre, hätte es mit Sicherheit nicht so einen Erfolg und das schon über Jahre.
Heulboje 11.05.2007
Als ich damals mit ebay anfing war ich restlos begeistert. Mittlerweile hab ich das Gefühl, es sind viel mehr Händler unterwegs und viel weniger Privatmenschen. Oder täuscht mich da was? Zumindest in meinen Lieblingsbereichen [...]
Als ich damals mit ebay anfing war ich restlos begeistert. Mittlerweile hab ich das Gefühl, es sind viel mehr Händler unterwegs und viel weniger Privatmenschen. Oder täuscht mich da was? Zumindest in meinen Lieblingsbereichen haeb ich schon den Eindruck.
**Kiki** 11.05.2007
Mein Eindruck ist auch, daß der Anteil der Privatverkäufer immer weiter abnimmt, aber das wundert mich auch nicht. Für Privatverkäufer lohnt sich die Sache schon seit der vorletzten Gebührenerhöhung nicht mehr. Ich habe [...]
Zitat von HeulbojeAls ich damals mit ebay anfing war ich restlos begeistert. Mittlerweile hab ich das Gefühl, es sind viel mehr Händler unterwegs und viel weniger Privatmenschen. Oder täuscht mich da was? Zumindest in meinen Lieblingsbereichen haeb ich schon den Eindruck.
Mein Eindruck ist auch, daß der Anteil der Privatverkäufer immer weiter abnimmt, aber das wundert mich auch nicht. Für Privatverkäufer lohnt sich die Sache schon seit der vorletzten Gebührenerhöhung nicht mehr. Ich habe Anfang des Jahres bei der letzten Aktion mit reduzierten Einstellgebühren ein paar Sachen eingestellt, aber wenn ich den Zeitaufwand für das Einstellen, Beantworten von Mails, Sendungen fertigmachen, Konto im Auge behalten, den Krempel zur Post bringen und am Ende Bewerten mit dem Betrag in Relation setze, der am Ende nach Abzug der gesalzenen Gebühren rübergekommen ist: Das hätte ich mir im Grunde auch sparen können. Leider taugen die kostenlosen Konkurrenzplattformen allerdings noch weniger. Schade drum. Ich war übrigens eBay-Mitglied schon zu Zeiten, als es noch Alando hieß. Ja, ja, die gute alte Zeit ...
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