Das Unternehmen MXN aus Detroit ist an zahlreichen Internet-Pornographie-Dienstleistern beteiligt, unter anderem der Film-Downloadseite Downloadpass.com und Pimproll.com, einer Online-Werbeagentur für Pornoseiten. Diese Dienste will MXN nun über die gekaufte Domain Porn.com bewerben. Mehr will MXN derzeit nicht über die Pläne für Porn.com verraten: "Die Möglichkeiten sind nicht begrenzt", heißt es auf der Internetseite von MXN.
Der Vorbesitzer hat die Domain vom Adresshändler Moniker.com verkaufen lassen. Bei einer Auktion im März wurde Porn.com in Las Vegas für einen Mindestpreis von 7,5 Millionen Dollar angeboten – doch so hoch steigerte keiner der Bieter. Die Details des jetzt abgeschlossenen Verkaufs sind nicht bekannt - zum Beispiel wie viel Bargeld fließt, und wie viel der Verkaufssumme in Unternehmensanteile aufgebracht wird.
Fest steht, dass MXN sich von Porn.com viele neue Kunden und Besucher verspricht: "Porn.com zieht täglich Millionen von Besuchern an, ist eine der beliebtesten Anlaufstellen für Erwachsenenunterhaltung", verkündet MXN. Offensichtlich tippen viele Surfer, die Pornographie suchen, zunächst eben diesen Begriff in die Adresszeile des Browsers ein. "Die Seite war sogar ohne viel Inhalt ein Geldbringer", sagte der Geschäftsführer des Adress-Händler Moniker Monte Cahn der "Los Angeles Times".
Dem Markt nach ist Sex offensichtlich mehr wert als Pornographie: Für 14 Millionen Dollar verkaufte Gary Kremen die Domain Sex.com im vorigen Jahr an die Bostoner Firma Escom. Er beurteilt den Porn.com-Verkauf in der "Los Angeles Times" skeptisch – MXN habe zu viel bezahlt.
lis
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