ThemaUmbruch der MedienweltRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
21.05.2007
 

Zeitungsbericht

Google will für News bezahlen

Google ist einem Zeitungsbericht zufolge dabei, sich mit britischen Nachrichtenlieferanten über ein Bezahlmodell für Google News zu einigen. Immer wieder gibt es Proteste dagegen, dass der Suchmaschinen-Gigant Schlagzeilen und Textschnipsel aus Medien aggregiert, ohne dass dafür bezahlt wird.

Sollte sich der Bericht des schottischen "Sunday Herald" bewahrheiten, würde dies für Google einen ersten Schritt in Richtung redaktionelle Inhalte aus europäischen Medien bedeuten. Google ist schon seit längerem unter Druck, weil verschiedene europäische Medienorganisationen sich die in ihren Augen unzulässige Verbreitung ihrer Inhalte durch Google News energisch verbeten haben.

Google News: Globaler Streit ums Recht zum Aggregieren
Zur Großansicht

Google News: Globaler Streit ums Recht zum Aggregieren

Der "Sunday Herald" zitiert Will Lewis vom britischen "Daily Telegraph" mit den Worten: "Firmen wie Google und Yahoo versuchen, ein Geschäftsmodell auf dem Rücken unserer eigenen Investitionen aufzubauen, ohne uns dafür Anerkennung zukommen zu lassen. Alle Medienunternehmen müssen sich in Acht nehmen." Nun habe man, berichtet der "Sunday Herald", klare Hinweise, dass Google sich mit zwei verschiedenen Parteien aus Großbritannien über eine Nutzung ihrer Inhalte geeinigt habe. Mit welchen britischen Medien Google sich geeinigt haben soll, berichtet der "Herald" nicht. Bislang bringt Google News keine Geld ein: Werbung wird auf den Seiten nicht geschaltet, wohl auch, um den Kritikern keine Angriffsfläche zu bieten.

In Frankreich einigten sich die Suchmaschinisten schon vor einiger Zeit mit der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP), die juristisch gegen die Nutzung eigener Bilder auf den Google-News-Seiten vorgegangen war. 17,5 Millionen US-Dollar hatte AFP von Google gefordert, wie die außergerichtliche Einigung letztendlich aussah, ist jedoch unbekannt. In Belgien verlor Google einen vergleichbaren Prozess: Auf die Artikel einer Reihe von Zeitungen ("Le Soir", "Grenzecho" und andere) muss der Nachrichtenaggregator zumindest vorerst verzichten.

Mit Associated Press (AP), der großen US-Nachrichtenagentur, hatte Google bereits im vergangenen Jahr einen Vertrag geschlossen, in dem es um die Verwertung von AP-Material über Google News ging. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bestätigte SPIEGEL ONLINE schon im vergangenen Sommer, dass entsprechende Gespräche mit Google stattfänden - bislang gibt es aber keiner weitergehenden Ankündigungen über die Verwendung deutschen Agenturmaterials bei Google News.

cis

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web
alles zum Thema Umbruch der Medienwelt

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP