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24.05.2007
 

Entzauberter Deal

Nullnummer McCartney

Paul McCartney und die Rechteinhaber der Beatles-Songs gehören zu den letzten Digital-Download-Abstinenzlern der Musikwelt. Als "Sir Paul" Mitte Mai sein Plazet zum Verkauf bei iTunes gab, machte Apple daraus eine große Nachricht. Der Deal ist jedoch alles andere als exklusiv.

Apple-Chef Steve Jobs verkündet gerne Exklusives: Seit der iTunes-Downloadshop im April 2003 seine Pforten öffnete, hatte Jobs eine Menge Gelegenheit dazu. Immer wieder gelingt es Apple, als erste neue Features oder Dienste einzuführen oder bahnbrechende Deals einzufädeln.

Musikverkäufer Paul McCartney: Wenn schon, dann richtig und überall
AP

Musikverkäufer Paul McCartney: Wenn schon, dann richtig und überall

Als solchen präsentierte Apple Mitte Mai auch eine Vereinbarung mit Alt-Beatle Paul McCartney, dessen seit Trennung der legendären Pilzköpfe entstandenen 25 Solo-Alben bei iTunes zu verkaufen. Darauf hat die Welt der Musikfans vielleicht nicht unbedingt gewartet, wohl aber die der Musikverkäufer: McCartney und seine Kompagnons, die die Rechte am reichhaltigen Beatles-Material halten, galten bisher als eisenharte Download-Abstinenzler. Der Deal mit McCartney wurde darum als Vorbote einer in Kürze folgenden Vereinbarung über die Beatles-Songs verstanden.

Die hakt womöglich nur noch, weil die Bosse des Mayor-Labels EMI gerade mit dem Verkauf der Firma beschäftigt waren. Am Montag wechselte das Traditionslabel für 4,7 Milliarden Dollar in den Besitz eines Finanzinvestors. Kurz davor hatte McCartney gegenüber dem "Billboard"-Magazin noch gesagt, der Beatles-Deal sei so gut wie unter Dach und Fach.

Zum Online-Verkauf von Beatles-Ware dürfte es also kommen, doch - wenn der McCartney-iTunes-Deal hier einen Trend beschreibt - möglicherweise weniger exklusiv, als sich Apples Steve Jobs das wünschen würde. Denn mit der Freigabe der McCartney-Songs in den letzten Tagen wurde klar, dass der Ex-Beatle ein Vollblut-Verkäufer ist: Wenn er seine Waren auf den digitalen Markt trägt, dann aber richtig und überall.

So kamen parallel zu den Kunden von Apples iTunes Store auch die von Napster, RealNetworks Rhapsody, Viacoms Urge-Shop und - in den USA - Microsofts Zune Marketplace in den Genuss der Mccartney-Ware.

pat/AP

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