Von Konrad Lischka
Ahnungsloser Passant: Von Google beim Bohren in der Nase fotografiert
Man muss gar nicht von Googles-Kamerawagen halbnackt im Fenster beim Zuziehen der Vorhänge erwischt worden sein. Es gibt viele harmlose, ebenso peinliche Alltagssituationen, die Google fotografiert, archiviert und ohne die Betroffenen zu fragen veröffentlicht hat. Da kann man einen alten Mann in San Francisco beim Nasebohren beobachten. Oder einen Passanten, der in sehr verdächtiger Haltung vor einer Hecke steht und sich womöglich gerade erleichtert.
Was sie da fotografieren, werden Googles Straßen-Foto-Teams nicht bemerkt haben. Die eingesetzten Fahrzeuge - zum Teil auch vom Drittanbieter Immersive Media betrieben - brauchen nur einen Fahrer. Das Fotografieren übernimmt eine vollautomatische 360-Grad-Kamera auf dem Dach. Das Gerät fotografiert mit elf Linsen bis zu 30 Mal in der Minute. Der Fahrer selbst konzentriert sich auf den Verkehr, nicht auf die Motive, die am Straßenrand vorbeigleiten.
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