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20.07.2007
 

Kostenloses W-Lan

Paris gönnt sich Hunderte Hotspots

Traumhafte Verhältnisse in der Traumstadt Paris: An mehr als hundert Orten im gesamten Stadtgebiet können Pariser und deren Besucher künftig drahtlos und kostenlos online gehen. Hört sich toll an. Aber reichen hundert Hotspots wirklich für die Mega-Metropole an der Seine?

Paris ist nicht mehr nur die Stadt der kleinen Cafés und verträumten Parks, Paris ist auch auf dem besten Weg zur "digitalen Stadt" zu werden - sagen die Stadtväter. An mehr als hundert öffentlichen Plätzen sollen Anwohner und Besucher drahtlos und kostenlos mit ihrem Rechner ins Internet gehen können.

W-Lan-Hotspot: Paris soll zur "digitalen Stadt" werden
AP

W-Lan-Hotspot: Paris soll zur "digitalen Stadt" werden

Seit Anfang der Woche seien 105 Hotspots in Betrieb, viele davon im Freien, teilte die Stadt am Donnerstag mit. In Parks und Gartenanlagen wie dem Parc Monceau und dem Place des Vosges wurden gut 30 W-Lan-Plätze eingerichtet, die den Internet-Zugang über ein Funknetz ermöglichen. 70 weitere "Wi-Fi"-Plätze, wie drahtlose W-Lan-Netzwerke im Französischen heißen, gibt es in Bibliotheken, Museen, auf dem Platz vor dem städtischen Rathaus - aber beispielsweise auch in der "Discothèque des Halles" im 1er Arrondissement. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 400 Hotspots das Stadtgebiet überziehen. Eine Liste der aktiven und noch geplanten Standorte ist online abrufbar.

Die französische Télécom will gerichtlich gegen "Paris Wi-Fi" vorgehen, weil sie der Ansicht ist, dass die Stadt damit rechtswidrig in den Telekommunikationsmarkt eingreift. Der sozialistische Bürgermeister von Paris, Bertrand Delanoe, hatte im vergangenen Sommer seinen Plan vorgestellt, Paris zur digitalen Stadt zu machen. Delanoe will dafür sorgen, dass den Hauptstadtbürgern sämtliche Möglichkeiten neuer Informations- und Kommunikationstechniken zur Verfügung stehen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss Delanoe freilich noch einige mehr, als die derzeit geplanten 400 W-Lan-Hotspots aufstellen lassen. Schließlich leben innerhalb des zentralen Stadtgebiets mehr als zwei Millionen Menschen auf einer Fläche von rund hundert Quadratkilometern. Im Großraum Paris sind es sogar weit mehr als elf Millionen Menschen. Angesichts solcher Zahlen dürften die kostenlosen Hotspots nur kleine Dateninseln bilden.

mak/afp

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