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03.09.2007
 

Netzwelt-Ticker

Apple tanzt den Jamba-Samba

Von Richard Meusers

Apple wird künftig auch Klingeltöne verkaufen - behaupten Gerüchteköche. Bisher können iTunes-Songs nicht als Warnsignale fürs iPhone verwendet werden. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Hessen wählt per Computer, Lund in Schweden ist offline und vieles mehr.

Die "New York Post" hat wie üblich das Ohr direkt an der Tür zur Gerüchteküche und weiß drum auch von der neuesten Zutat auf der Apple-Liste zu berichten: iTunes Store-Kunden sollen demnächst auch Klingeltöne herunterladen können.

iTunes Store: Bald auch mit Klingeltönen fürs Apple-Handy iPhone?
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REUTERS

iTunes Store: Bald auch mit Klingeltönen fürs Apple-Handy iPhone?

Dazu wählen sie einfach die gewünschten Takte aus einem der Songs aus, die schon bisher im Online-Angebot vorhanden sind. Damit schließt Apple eine Angebotslücke, die Anbieter wie Verizon, AT&T oder Sprint bisher nicht ausfüllten, da sie nur vorher festgelegte Musikschnipsel verkaufen. Wer auf das individuelle Angebot keine Lust hat, bekommt von Apple aber auch vorgefertigte Konfektionsware - den Gerüchten zufolge.

Für iPhone-Besitzer wäre ein solcher Klingelton-Service ein echter Pluspunkt. Bisher hat Apple der Nutzung von Songs aus dem iTunes Store als Klingelton einen Riegel vorgeschoben. Aber auch die Plattenfirmen dürften sich freuen, da sie ihre Songs auf diese Weise zweimal pro Kunde verkaufen könnten.

Gehackte Wahlcomputer sind für Hessen kein Problem

Seit längerem stehen Wahlmaschinen in der Kritik. Nicht nur Datenschützer weisen darauf hin, wie einfach es ist, solche Computer zu hacken. Entsprechende Demonstrationen gab es bereits mehrfach, womit in den Augen vieler der Ablauf einer Wahl nicht mehr ordnungsgemäß zu gewährleisten wäre.

Das alles ficht die Experten im hessischen Innenministerium nicht an, schließlich würden die Wahlmaschinen den Wahlvorgang vereinfachen. Man müsse die Wahlhelfer im Umgang mit der Technik nur schulen, dann gebe es auch keinen Missbrauch. "Wenn wir erhebliche Zweifel an der Technik hätten, würden wir den Einsatz nicht zulassen", wird Ministeriumssprecher Michael Bußer bei Heise zitiert.

Obwohl nicht nur der Chaos Computer Club (CCC) durch praktische Versuche und detaillierte schriftliche Darlegungen den Nachweis für die Manipulierbarkeit solcher Maschinen erbracht hat, verfahren die hessischen Ministerialen nach dem Prinzip "es kann nicht sein, was nicht sein darf" und leugnen schlicht die Relevanz der vorgebrachten Einwände. In der Hektik eines Wahltages sei gar keine Zeit für Beeinflussungen dieser Art. Fragt sich nur, für wen.

Nippon Airways plant drahtlosen Check-in

Schon jetzt stellen immer mehr Fluggesellschaften von der bisherigen Papierversion auf elektronisch ausgestellte Flugscheine um. Das spart nicht nur Holz, sondern vereinfacht auch den Check-in. Der Fluggast erhält nur noch eine Buchungsnummer. Nach Vorlage von Ausweis oder Kreditkarte bekommt man kurz vor dem Abflug die Bordkarte.

Nippon Airways will den Vorgang noch weiter vereinfachen. Die japanische Fluglinie wechselt ab dem morgigen Dienstag zum draht- und berührungslosen Check-in. Bei diesem "Skip" genannten Service kauft der Kunde sein Ticket per Computer oder Handy online. Die Ticketinformationen werden dann auf eine Kundenkarte mit Chip oder auf ein kompatibles Handy geladen und beim Einchecken quasi "im Vorbeigehen" elektronisch ausgelesen. Der Service ermöglicht es sogar, noch auf dem Weg zum Flughafen online zu einem anderen Sitzplatz zu wechseln. Wenn der noch frei ist.

Vista sei Dank: Schwedische Stadt ohne Internetzugang

Wer in der schwedischen Stadt Lund wohnt und Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista nutzt, hat ein Problem: er kommt nicht ins Internet. Der "Inquirer" berichtet, die eigentliche Ursache liege darin, dass die Stadtverwaltung schon vor längerer Zeit zu Linux gewechselt sei, was bedeutet, auch der örtliche Server nun auf Linux-Basis läuft und sich nicht mit Vista verträgt. Der lokale ISP Lundis Energi hat alle Schuld von sich gewiesen und macht einen Vista-Bug für die Störung verantwortlich. Dessen Behebung sei allein Microsofts Sache. Ein Microsoft-Sprecher versprach auch tatsächlich Abhilfe. Doch bis die kommt bleibt Lund offline.

Windows Live für den Desktop

wie die " New York Times" berichtet, ist nun auch Microsoft gelungen, was Google mit seiner "Apps"-Suite schon lange kann: Die Bündelung verschiedener Webdienste. Bei den Redmondern heißt die zugrundeliegende Technologie, die die diversen Windows-Live-Anwendungen miteinander koppelt, "Cloud Computing".

Darin enthalten sind Live Mail, Live Writer und der Live Messenger, die bereits seit Mai in als Vorabversion laufen. Das Bündel wird diese Woche um eine Bildverwaltung namens Photo Gallery und das Sicherheitsprogramm OneCare Family Safety erweitert.

Neu dabei ist auch der Unified Installer, der je nach Wunsch die ausgewählten Live-Dienste auf dem lokalen Computer speichert. Die jeweiligen Nutzerdaten sollen dann mit einem Online-Service namens SkyDrive gespeichert werden, der auch die Synchronisierung von Daten verschiedener PCs über das Internet erlauben soll.

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