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16.10.2007
 

Blick zurück

Was die Wunder-Gründer des Webs heute machen

Von Konrad Lischka

2. Teil: Netscape-Gründer Marc Andreessen

Noch als Student, Anfang der neunziger Jahre, programmierte Marc Andreessen an der Universität von Illinois einen der ersten Internet-Browser - er wurde schnell zum damals populärsten: Der Mosaic Browser lief auf Unix-, Windows- und Mac-Rechnern, war kostenlos verfügbar und wurde so schnell zum Quasi-Standard, um die Seiten des frühen World Wide Web anzuzeigen.

Netscape-Gründer Andreessen: Nach dem legendären Browser kam Unternehmens-Software wie Loudcloud
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Netscape-Gründer Andreessen: Nach dem legendären Browser kam Unternehmens-Software wie Loudcloud

Zum Glück traf Marc Andreessen nach seinem Informatik-Abschluss 1993 den Unternehmer James H. Clark. Er erkannte das Geschäftpotential in der Browser-Software. Clark und Andreessen gründeten im April 1994 die Mosaic Communications Corporation, benannten die Firma nach einigen Monaten in Netscape um. Der Börsengang 1995 machte beide reich: Das "Time"-Magazin zeigte Andreessen Anfang 1996 auf seiner Titelseite: Er sitzt auf einem vergoldeten Thron, betitelt als einer der "Golden Geeks".

Andreessen hatte immer wieder Erfolg: Als 1999 AOL Netscape für 4,2 Milliarden Dollar kaufte, stieg er bald aus, um seine Neugründung Loudcloud voranzutreiben. Die Firma verkaufte Unternehmenssoftware, spezielle Programme, um große Serverparks zu verwalten. Andreessen steuerte das Unternehmen geschickt durch die Dotcom-Krise, hat Opsware diesen Sommer für 1,6 Milliarden Dollar in bar an den Konzern Hewlett-Packard verkauft.

IT-Legenden

Wir stellen in der Reihe "Blick zurück - Was die IT-Legenden heute machen" in loser Folge die Gründer-Legenden (und die vergessenen Mütter und Väter!) des Webs, der Computer und Spiele vor. Wen wünschen Sie sich in dieser Übersicht? Schicken Sie uns Ihre Anregungen mit einer kurzen Begründung. Am besten per E-Mail.
Und Andreessen gründet weiter. Als Investor ist er an Web-2.0-Firmen wie Twitter, Digg und Plazes beteiligt. Er webt mit Ning an einer Über-Web-Gemeinschaft. Idee: Eine einheitliche Plattform für alle möglichen Gemeinschaften. Bei Ning kann jeder eine eigene Community gründen. Mehr als 100.000 solcher Netzwerke gibt es inzwischen bei Ning – für Smashing-Pumpkins-Fans, New Yorker eBay-Händler oder US-Diabetiker.

Nebenbei schreibt Andreessen sehr fleißig ein privates Blog mit Episoden wie "Startup-Ratgeber Teil 9: Wie man seinen Geschäftsführer feuert".

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