Von Konrad Lischka
Noch als Student, Anfang der neunziger Jahre, programmierte Marc Andreessen an der Universität von Illinois einen der ersten Internet-Browser - er wurde schnell zum damals populärsten: Der Mosaic Browser lief auf Unix-, Windows- und Mac-Rechnern, war kostenlos verfügbar und wurde so schnell zum Quasi-Standard, um die Seiten des frühen World Wide Web anzuzeigen.
Zum Glück traf Marc Andreessen nach seinem Informatik-Abschluss 1993 den Unternehmer James H. Clark. Er erkannte das Geschäftpotential in der Browser-Software. Clark und Andreessen gründeten im April 1994 die Mosaic Communications Corporation, benannten die Firma nach einigen Monaten in Netscape um. Der Börsengang 1995 machte beide reich: Das "Time"-Magazin zeigte Andreessen Anfang 1996 auf seiner Titelseite: Er sitzt auf einem vergoldeten Thron, betitelt als einer der "Golden Geeks".
Andreessen hatte immer wieder Erfolg: Als 1999 AOL Netscape für 4,2 Milliarden Dollar kaufte, stieg er bald aus, um seine Neugründung Loudcloud voranzutreiben. Die Firma verkaufte Unternehmenssoftware, spezielle Programme, um große Serverparks zu verwalten. Andreessen steuerte das Unternehmen geschickt durch die Dotcom-Krise, hat Opsware diesen Sommer für 1,6 Milliarden Dollar in bar an den Konzern Hewlett-Packard verkauft.
Nebenbei schreibt Andreessen sehr fleißig ein privates Blog mit Episoden wie "Startup-Ratgeber Teil 9: Wie man seinen Geschäftsführer feuert".
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