Für die meisten Deutschen ist die Tageszeitung nach wie vor eine unverzichtbare Informationsquelle. Bei einer repräsentativen Emnid-Umfrage gaben knapp 80 Prozent der 1367 Befragten an, auch in Zukunft zur Zeitung greifen zu wollen. Ähnliches gelte trotz eines erkennbaren Bedeutungsverlustes für Zeitschriften, teilte das Medienforschungsinstitut am Montag in Bielefeld mit.
Allerdings jeder Dritte der Befragten, er oder sie informierte sich bereits heute eher über das Internet als über Zeitungen oder Zeitschriften. Vor allem für Informationen, bei denen Aktualität im Vordergrund steht, schreiben rund 61 Prozent vor allem den Neuerungen der digitalen Medienwelt eine wachsende Bedeutung zu. Nahezu die Hälfte der Befragten (47 Prozent) gab außerdem an, dass "das Internet mein Informationsverhalten noch weiter verändern wird".
Mit Blick auf Hintergrundinformationen und tiefergehende Analysen werden die klassischen Printmedien nach Ansicht der meisten Befragten (81 Prozent) jedoch ihre Bedeutung behalten. Eine Kehrseite des vielfältigen Informationsangebots: Drei Viertel der Befragten empfindet die Informationsflut als "erdrückend und nicht zu handhaben". Knapp 50 Prozent sind den Angaben zufolge sogar der Auffassung, dass es einen Trend zurück zur Zeitung und Zeitschrift geben werde, wenn - so formuliert es Emnid in der eigenen Pressemitteilung - "der Internet-Boom abgeklungen sei".
cis/AP
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