San Francisco/New York - Yahoo
hat in einem Gerichtsvergleich eingewilligt, die Familien der in Haft sitzenden chinesischen Dissidenten Shi Tao und Wang Xiaoning finanziell zu unterstützen. Der Internetkonzern gab zudem bekannt, einen humanitären Fonds für Regimekritiker und deren Angehörige einrichten zu wollen.
Konzernchef Jerry Yang sagte: "Nachdem ich die Familien getroffen hatte, war mir klar, dass wir dies für sie, für Yahoo und für die Zukunft tun mussten."
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights USA, die im Namen der beiden Dissidenten geklagt hatte, teilte mit, die Männer und ihre Familien seien mit der Einigung zufrieden. Details des Vergleichs wurden nicht bekanntgegeben.
Yahoo hatte Informationen über die Online-Aktivitäten von Shi Tao und Wang Xiaoning an die chinesischen Behörden weitergereicht. Die Männer, die regierungskritisches Material über das Yahoo-Portal veröffentlicht hatten, wurden kurz darauf zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt - unter anderem wegen Verrats von Staatsgeheimnissen. Im Gefängnis wurden sie nach eigenen Angaben gefoltert.
Yahoo bestreitet jede Verantwortung an der Festnahme. Man sei nach chinesischen Gesetzen zur Herausgabe der E-Mails verpflichtet gewesen. Dennoch war der Konzern vor einer Woche bei einer Anhörung im US-Kongress für sein Verhalten scharf kritisiert worden.
ssu/dpa-AFX
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