Von Konrad Lischka und Khuê Pham
Ein blassblaues Formular mit 36 harmlosen Fragen – so sah der Überwachungsstaat 1983 aus. Der deutsche Staat wollte seine Bürger fragen, welche Religion sie haben, wie groß ihr Haushalt ist, womit sie ihr Geld größtenteils verdienen.
Lauscher-Skulptur: Der Staat lässt Handy-Verbindungen speichern
24 Jahre später lässt der deutsche Staat sechs Monate lang sämtliche Informationen zu Telefongesprächen und Internetverbindungen speichern – für jeden Bürger, ohne jeden Verdacht. Dagegen haben nur 5.000 Bürger protestiert.
FDP-Rechtsexpertin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht eine "Vielzahl an Maßnahmen", einen staatlichen "Speicherwahn", der – so die Ex-Justizministerin – " wirklich in den Überwachungsstaat führt".
Hier die Überwachungspläne in Überblick.
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