Von Konrad Lischka
Am 13. April 2007 verlor Bill Gates: 3,1 Milliarden Dollar hatte Konkurrent Google für den Online-Werbevermarkter Doubleclick geboten – und gewonnen. 3,1 Milliarden – das ist mehr als zehnmal so viel wie Doubleclick im Jahr einnimmt, das ist mehr, als Microsoft, AOL und Yahoo geboten hatten.
Microsofts reagierte auf die Doubleclick-Demütigung wie üblich beim Web-Wettrennen: Der Windows-Konzern legte massig Geld nach. Ein Monat nach der Schmach kündigte der Konzern die größte Übernahme der Microsoft-Geschichte an: Insgesamt sechs Milliarden Dollar lässt sich Microsoft den Kauf des Doubleclick-Wettbewebers Aquantive kosten.
"Dieser Deal bringt unser Anzeigengeschäft auf ein neues Level", sagte damals Microsofts Spartenchef Kevin Johnson das Vorhaben. "Wir wollen von dem 40-Milliarden-Dollar-Kuchen, der noch wächst, ein größeres Stück abhaben.
Laut dem US-Fachmagazin "Advertising Age" ist der Online-Werbekuchen derzeit so verteilt:
Zusammen würden Yahoo und Microsoft mit Online-Werbung weniger verdienen als Google. Aber das macht nichts - denn Microsoft hat einen langen Atem.
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