Von Konrad Lischka
Seit vier Monaten arbeitet ein Mozilla-Programmiererteam in Kopenhagen an einem Firefox-Browser für Mobiltelefone. Eine erste vollständige Programmversion soll noch 2008 erscheinen - "vielleicht schon in einigen Monaten", sagt Mozilla-Vorstandsvorsitzende Mitchell Baker im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Man arbeite "eng" mit "mehreren Geräteherstellern" zusammen.
Für welche Plattformen der Mobil-Firefox zunächst erscheinen wird, will Baker nicht definitiv sagen, das könne sich noch ändern, ziemlich sicher werde man aber einen Browser für Geräte mit Windows Mobile und Symbian anbieten - und damit den internen Browsern von Nokia & Co Konkurrenz machen.
Mozilla lässt offen, ob es eine Firefox-Version für das iPhone geben wird. Sicher ist aber, dass eine Variante des Firefox-Handy-Browsers die Taststeuerung auf Geräten mit berührungsempfindlichen Displays unterstützen wird. Im Mozilla-Wiki kann man den Stand der Entwicklung mitverfolgen: Derzeit erinnert die Bedienung in einigen Punkten an Apples Version des Safari-Browser für iPhone und iPod Touch.
Wie beim Apple-Browser steuert man mit Pfeilen am unteren Bildschirmrand vor und zurück zwischen den bereits aufgerufenen Seiten. Und ähnlich wie bei Apples Unterwegs-Browser springt man in einer Übersichtsansicht zwischen mehreren offenen Browser-Tabs hin und her.
Die Verwaltung von Lesezeichen beim Mobil-Firefox erinnert an die Betaversionen des Firefox 3: Mit einem Klick auf ein Stern-Piktogramm neben der Adressleiste ruft man die Lesezeichen-Liste auf, mit einem Doppelklick fügt man die aktuelle Seite hinzu.
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