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13.03.2008
 

Suchmaschinen

Google verschenkt Baukasten für Bannerwerbung

Google erweitert seinen Geschäftsbereich. Das Unternehmen ist dabei, in den Markt für Online-Anzeigenvermarktung einzusteigen. Servieren soll der neue Google-Dienst auch Werbung, an der andere als Google verdienen.

Mountain View - Wenn auf einer Webseite ein Werbebanner auftaucht, kommt es meist nicht vom gleichen physischen Ort wie der eigentliche Seiteninhalt, der den Nutzer interessiert. Sogenannte Ad-Server füllen die Anzeigenflächen, sorgen dafür, dass bestimmte Banner so-und-so-oft ausgeliefert werden, registrieren, ob ein Nutzer auf die Werbung klickt. Firmen wie DoubleClick - Google hat das Unternehmen vor kurzem für viel Geld gekauft - verdienen daran, diese Dienste zur Verfügung zu stellen. Nun will Google einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge in ebendiesen Markt einsteigen.

Google-Logo (im kalifornischen Hauptsitz der Firma): Riesenumsätze mit Internet-Werbung
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AP

Google-Logo (im kalifornischen Hauptsitz der Firma): Riesenumsätze mit Internet-Werbung

Ein System Ad Manager - zu dem bereits eine Webseite existiert - wird dem Bericht zufolge gerade von einer begrenzten Anzahl Websites getestet. Ein Novum: Die Nutzung des Systems und die Auslieferung der Anzeigen soll für die Seitenbetreiber kostenlos sein. Dafür fällt auch die Segmentierung einer Webseite in Werbeflächen, die Verwaltung dieser Flächen, Abrechnungen und so weiter dem Nutzer des Ad Manager zu. Es handelt sich im Prinzip um eine Art Werbevermarktungsbaukasten für kleine und mittlere Web-Unternehmen.

Die kostenpflichtigen Angebote des jüngsten Google-Ankaufs DoubleClick wendeten sich an größere Unternehmen, schreibt das "Wall Street Journal". Nun stehen unter einem Dach gewissermaßen ein kostenfreies Do-it-Yourself- und ein kostenpflichtiges Vollservice-Werbemanagement-Angebot nebeneinander.

Die bislang eher unscheinbaren GoogleAds, kleine Textanzeigen am Seitenrand, sind das Kerngeschäft des kalifornischen Suchmaschinenbetreibers und sorgen für den Löwenanteil des Unternehmensgewinns.

Schon gibt es Spekulationen, dass Google plane, im Zuge einer Verbreiterung des Werbeangebotes auch die Dienste von DoubleClick in Zukunft ohne Grundpreis anzubieten. In der vergangenen Woche hatte die EU-Kommission Googles Übernahme der Internet-Werbefirma genehmigt.

cis/sto

Googles Werbeprogramme

Google verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung - mit zwei nahezu vollautomatisierten Programmen.

AdSense

AdWords

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