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23.03.2008
 

Anti-Islam-Video

US-Provider sperrt Film-Website

Rückschlag für den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders: Die Website, auf der er seinen islamkritischen Film zeigen wollte, ist offline. Der US-Provider begründete die Sperrung mit einem Verstoß gegen seine Leitlinien.

Den Haag - Es seien einige Beschwerden eingegangen, die nun geprüft würden, begründete der US-Provider Network Solutions am Sonntag seine Entscheidung. Network Solutions werde keine Inhalte zulassen, die seinen Leitlinien widersprächen oder "irgendein anwendbares Gesetz" verletzten. Darunter fallen demnach Verunglimpfung, Hasspropaganda und Drohungen. Der US-Provider führte zudem technische Gründe an. So könne ein überdurchschnittliches Aufrufen von der Website von Geert Wilders die Möglichkeiten anderer Network-Solutions-Kunden beeinträchtigen.

Rechtspopulist Geert Wilders: Will Film notfalls als DVD verteilen
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DPA

Rechtspopulist Geert Wilders: Will Film notfalls als DVD verteilen

Wilders sagte der niederländischen Nachrichtenagentur ANP, er plane weiterhin, seinen Film bald im Internet zu veröffentlichen. Wie er das bewerkstelligen will, führte der niederländische Abgeordnete jedoch nicht aus. Den Film solle bis zu seiner Veröffentlichung niemand sehen, betonte Wilders. Bis Sonntag war auf der nun gesperrten Website der Einband eines Korans und die Ankündigung einer baldigen Veröffentlichung des Films zu sehen. Wilders wollte den Film über den US-Provider verbreiten, um sich gegen eine Strafverfolgung in den Niederlanden abzusichern.

Wilders hatte seinen 15-minütigen Anti-Koran-Film bereits Mitte November angekündigt; er soll vor dem 1. April veröffentlicht werden. Niederländische TV-Sender haben die Ausstrahlung bereits verweigert. Auch nach dem neuen Rückschlag zeigte sich Wilders kämpferisch. Wenn es sein müsse, werde er den Film persönlich in Amsterdam als DVD verteilen, sagte er.

In dem Kurzfilm wird der Koran als "faschistisches Buch" gebrandmarkt. Mehrere muslimische Länder wie Pakistan, Indonesien, Ägypten und Afghanistan haben sich bereits über die geplante Veröffentlichung des Kurzfilms beschwert. Die Islamische Föderation in den Niederlanden beantragte die Prüfung eines Verbots des Wilders-Films, in Amsterdam demonstrierten am Samstag mehr als tausend Menschen gegen den Film. Wilders' Partei PVV fordert unter anderem einen Einwanderungsstopp für Muslime und ein Verbot des Koran.

hda/AFP/Reuters

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