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Media Player Adobes Weltfernsehen

2. Teil: Adobes Web-TV-Luxus - nur eine Freiheit auf Zeit?

Das ist am PC nur sehr eingeschränkt sinnvoll, verfügt man doch über den hinreichend schnellen und sehr stabilen Stream von Adobe: Wenn man da etwas sehen will, kann man das quasi in "Echtzeit". Interessant wird es dagegen, wenn man den Player auf mobilen Geräten einsetzt, wozu im Augenblick allerdings nur Laptops zählen dürften. Adobe bietet den Media Player für Windows und Mac an, setzt bei beiden die Systemvoraussetzungen aber relativ hoch an.

Die genauen Spezifikationen kann man auf der Webseite von Adobe einsehen, wo das kostenlose Programm auch zum Download bereit liegt. Was nicht heißt, dass Adobes Media Player nichts kostet: Zumindest Zeit wird der TV-Junkie gern in Mengen investieren. Fazit: eines der derzeit interessantesten Web-TV-Angebote, obwohl das Programm vielleicht eher als Showcase gedacht war. Optisch elegant, in den Funktionen auf das absolut Wesentliche reduziert, dafür vergleichsweise unflexibel. Ein Fernseher für den Desktop, der einen Ausblick darauf bietet, was Web-TV in Kürze bedeuten mag.

Wenn wir Pech haben, könnte sich dieses Fenster allerdings schnell auch wieder schließen. Denn ob man die attraktiven Inhalte auch hier in Europa zu sehen bekommt oder nicht, ist den Anbietern der Mediendateien überlassen. Adobe bietet seinen Kooperationspartnern sowohl die Möglichkeit eines DRMs, als auch einer Geo-IP-Technik, mit der sich die Auslieferung außerhalb der USA prinzipiell verhindern lässt.

Aus diesem Grund, erklärt ein Sprecher des Unternehmens SPIEGEL ONLINE, bewirbt Adobe das Programm hier auch nicht: Der Media Player ist ein Angebot, dass sich an den amerikanischen Markt richtet. Man kann ihn auch hier herunterladen - ob man auch auf Dauer etwas zu sehen bekommt, ist aber den jeweiligen Rechteinhabern überlassen. Die lassen sich in den USA offenbar gern auf Adobes Angebot ein, weil der Player ihnen erlaubt, dynamisch wechselnde Werbespots in das aktuelle Angebot einzuspielen. Aus ihrer Perspektive ist der Web-Vertrieb somit eine durch Werbung refinanzierbare Reichweiten-Vergrößerung.

Wobei Zuschauer in Europa dabei eine Art Überreichweite bedeuten, die von den Anbietern zurzeit toleriert wird, aber wohl kaum beabsichtigter Teil einer Vertriebsstrategie sein dürfte. Denn natürlich kassieren auch US-amerikanische Produzenten gern mehrfach ab, indem sie ihre Inhalte für verschiedene Regionen an verschiedene Abnehmer lizenzieren.

So, wie die TV-Landschaft hier tickt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man uns den Spaß wieder verderben könnte: Während IPTV- und Web-TV-Angebote in den USA mittlerweile 25 Prozent und mehr der TV-Zuschauer auch über das Netz erreichen - und das oft mit kostenlosen, attraktiven Angeboten - verweigert sich die Branche hier hartnäckig oder bietet im Web allenfalls alte Kamellen oder C-Produktionen. Es wäre eine angenehme Überraschung, wenn die Rechteinhaber es auf Dauer in Kauf nehmen würden, die vergleichsweise kleine Zielgruppe der Fans originalsprachlicher TV-Inhalte einfach per Web versorgen zu lassen. Also: Zeit nutzen, reinschauen - und einen Eindruck davon gewinnen, was Sender auch hier bieten könnten, wenn sie nur wollten.

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insgesamt 150 Beiträge
Reziprozität 08.01.2007
Flach, ziemlich flach... Sowohl hardware- als auch programmtechnisch....
Zitat von sysopDas Fernsehen in den nächsten Jahrzehnten: Noch mehr Trash, Billig-Entertainment und Spiele? Oder zurück zu den Wurzeln, mit News, Dokumentationen und Information? Wie wird sich das Fernsehen entwickeln?
Flach, ziemlich flach... Sowohl hardware- als auch programmtechnisch....
Kritischer Leser 08.01.2007
Ich fürchte, das könnte stimmen. Aber es gibt ja immerhin DVD, Videokassetten und entsprechende Abspielgeräte und mancherorts auch noch Kinos. Nachrichten bekommt man auch im Radio oder aus der Zeitung. Oder man zahlt halt [...]
Zitat von ReziprozitätFlach, ziemlich flach... Sowohl hardware- als auch programmtechnisch....
Ich fürchte, das könnte stimmen. Aber es gibt ja immerhin DVD, Videokassetten und entsprechende Abspielgeräte und mancherorts auch noch Kinos. Nachrichten bekommt man auch im Radio oder aus der Zeitung. Oder man zahlt halt monatlich für einen gebührenpflichtigen Privatsender. Nicht ganz billig. Aber dafür bleiben einem dann auch Werbeblöcke oder gar Sendungsunterbrechungen weitgehend erspart. Zumindest in Frankreich. Nur: wacht man mal nächtens auf und findet den Schlaf so schnell nicht wieder, pfeift man eigentlich auch auf irgendein neuseeländisches Golfturnier. Ein Film wäre da irgendwie schon interessanter. Allerdings: mit Golf, zumal passiv, schläft man garantiert schnell ein. Vielleicht sollte ich mir mal einen Zweitfernseher fürs Schlafzimmer zulegen. Gesünder und effizienter als Schlaftabletten allemal. Und bequemer und erholsamer als der Schlaf auf dem Sofa.
SaT 08.01.2007
Es wird interaktiver werden und mit dem Internet eine Einheit bilden. Jeder kann dann mit relativ geringem Aufwand einen Fernsehkanal betreiben. Meine Hoffnung: das Monopol der jetzigen privaten und staatlichen Sender wird [...]
Zitat von sysopWie wird sich das Fernsehen entwickeln?
Es wird interaktiver werden und mit dem Internet eine Einheit bilden. Jeder kann dann mit relativ geringem Aufwand einen Fernsehkanal betreiben. Meine Hoffnung: das Monopol der jetzigen privaten und staatlichen Sender wird gebrochen. Zu einem Ereignis gibt es dann endlich mehrere Ansichten und auch aus heute vergessene Regionen wird berichtet. Natürlich besteht auch die Gefahr das Gerüchte in Umlauf kommen, das ist aber heute auch nicht anders. Es gibt dann aber wenigstens eine Interessantgruppe die Lügen als solche entlarven wollen und sich auch Gehör verschaffen können. Es gibt wohl einige die eine solche Entwicklung zu mehr Pluralismus mit allen Mitteln verhindern wollen.
WaR52 08.01.2007
Flach, ziemlich flach... nein, fernsehen der Zukunft wird affengeil..... weil es das fersehen von heute nicht mehr gibt. die sendeanstalten werden in der bedeutungslosigkeit verschwunden sein. in jedem wohnzimmer steht ein [...]
Flach, ziemlich flach... nein, fernsehen der Zukunft wird affengeil..... weil es das fersehen von heute nicht mehr gibt. die sendeanstalten werden in der bedeutungslosigkeit verschwunden sein. in jedem wohnzimmer steht ein terminal, von dem ich mir über internet, kabel, sat oder stromkreis einen anbieter aussuche, der das bietet was ich will. einschränkend sei zu sagen, das nonprofit organisationen auch dann nicht viel zu bieten haben werden, aber immerhin ein angebot stellen werden, damit die global player einen gegenpart haben. leider liegt der schwarze peter nicht nur bei den sendern. es muß sich niemand big brother ansehen, aber millionen sehen sich den schwachsinn an... was wollen wir also???
Besquare 08.01.2007
falsch! Bern das Brot ist Nachrichtensprecher und SpongeBob macht das Wetter, leider werden alle sagen, aber der mit der Klampfe macht die Börsen news, geht den Menschen eh nicht mehr drum was zu erfahren, sie wollen [...]
Zitat von ReziprozitätFlach, ziemlich flach... Sowohl hardware- als auch programmtechnisch....
falsch! Bern das Brot ist Nachrichtensprecher und SpongeBob macht das Wetter, leider werden alle sagen, aber der mit der Klampfe macht die Börsen news, geht den Menschen eh nicht mehr drum was zu erfahren, sie wollen abgelenkt bleiben. tata
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