Von Richard Meusers
Gemeinsam mit dem Elektronikhersteller Samsung hat die Bundesdruckerei einen elektronischen Ausweis mit biegsamem AMOLED-Display (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) entwickelt.
Der mit 700 Mikrometer extrem dünne Datenträger kann je nach Einstellung verschiedene Daten bis hin zu Videopassbildern anzeigen. Das Polycarbonat-Material soll nicht nur flexibel, sondern auch hitzebeständig sein, lässt es sich dadurch schnell und einfach laminieren.
Das Auslesen der Daten, zum Beispiel während der Grenzkontrolle, erfolgt nach dem Transponder-Prinzip, die Energie bezieht das Display von einem Kontaktlos-Lesegerät. Eine eigene Batterie ist daher nicht nötig. Bisher mit Stempeln dokumentierte Grenzübertritte könnten elektronisch vermerkt werden. Natürlich schwören die Macher, das System sei durch "komplexe Sicherheitsverfahren" geschützt, die sicherstellen würden, dass nur berechtigte Personen Datenzugriff erhielten.
Facebook: Ist der Zenit überschritten?
Jedes halbe Jahr kommen die Unken aus dem Teich und verkünden, nun sei der Siegeszug des beliebten Online-Portals Facebook aber wirklich vorbei. Nun wartet "Mashable" mit den neuesten Nielsen-Zahlen zum Nutzerverhalten auf, und die scheinen für die Facebook-Macher durchaus Anlass zur Sorge zu geben: Im Vergleich zu den Vorjahreswerten haben sich im April 2008 zehn Prozent weniger Besucher eingeloggt. In einem stets von leichter Hysterie geprägten Markt, wo schon einstellige Zuwachsraten als Zeichen des Scheiterns gelten, ein beachtenswert schlechtes Ergebnis.
Google-Gründer warnen vor Datengier beim Web 2.0
Gestern machte noch die Nachricht von Googles neuester Errungenschaft die Runde, der virtuellen Krankenakte namens "Google Health", in der hochsensible Patientendaten online gespeichert werden sollen. Während sich noch mancher den Kopf wegen Sicherheits- und Datenschutzbedenken zerbricht, wissen die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page mit einer Warnung vor Verletzungen der Privatsphäre zu überraschen.
Besonders soziale Netzwerke würden durch die Analyse des Nutzerverhaltens zur kommerziellen Verwertung via personalisierter Werbung ("Behavioral targeting") eine Datengier an den Tag legen, die auf Dauer den Ruf der Branche beschädigen könnten. Dass Google selbst die Daten seiner Nutzer gezielt auswertet, beispielsweise durch eine Textanalyse in Googlemail, ließen sie dabei unerwähnt.
Ebay-Käuferbewertung wird morgen abgeschafft
Schon seit längerem waren diverse Änderungen am Bewertungssystem des Online-Auktionators Ebay angekündigt, nun wird's ernst: Ab Donnerstag treten sie in Kraft. Die wichtigste: Mit neutralen oder gar negativen Bewertungen durch Verkäufer ist nun Schluss. Damit will man vor allem verhindern, dass negativ bewertete Kunden beleidigt sind und dem Online-Angebot den Rücken kehren. Was bleibt, ist eine Art Belohnungssystem. Verkäufer können sich nun bei besonders angenehmen Käufern mit einem Dankeschön revanchieren.
YouTube will Terroristenvideos nicht löschen
Der US-Senator und einstige demokratische Präsidentschaftskandidat Joseph Lieberman hat das Videoportal YouTube aufgefordert, Clips mit terroristischen Inhalten zu löschen. Filme aus der Produktion von al-Qaida, die zu Gewalt gegen Amerika und den Westen aufriefen, hätten im Online-Angebot nichts verloren, schrieb der Senator in einem Brief an den Google-Chef Eric Schmidt.
Daraufhin reagierte YouTube und löschte einige drastische Clips, weigerte sich aber unter Berufung auf das in den USA fast sakrosankte Prinzip der Meinungsfreiheit weitere Clips zu löschen. Im eigenen Weblog begründet das Team seine Zurückhaltung: "Die meisten der Videos, die keinen gewalttätigen Inhalt aufwiesen, haben wir nicht gelöscht, weil sie nicht unseren Community-Richtlinien widersprechen."
Trailer für Evolutionsspiel "Spore"
Spielehersteller Maxis steht nach SimCity und den Sims kurz vor der Veröffentlichung seines mutmaßlich nächsten Erfolges: im September soll "Spore" herauskommen, ein Evolutionsspiel des "Sims"-Erfinders Will Wright, in dem der Gamer eine Spezies durch die Entwicklung vom primitiven Einzeller bis zur hochentwickelten Zivilisation navigieren soll. In einem Videoclip erklärt Entwickler Matt Powers einige Details zur ersten Phase, der Zellphase, des Spiels. Hier wird der Spieler mit den wichtigen Funktionen des Spiels vertraut gemacht und kann ausprobieren, ob er einen Einzeller, sei es als Pflanzen- oder Fleischfresser, "weit und groß genug bekommt, dass er Beine entwickelt, um an Land zu krabbeln".
Außerdem:
Zeitungsente:
Trojaner meldet Tod von Hugo Chávez
Nostalgie:
Wählscheibe fürs iPhone
Berufung:
Wikimedia-Streit geht in die nächste Runde
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