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19.08.2008
 

Aidsprävention

Klingelton mahnt zum Kondomgebrauch

Der gemeine Inder mag keine Kondome, und dagegen muss man etwas unternehmen. Das finden der BBC World Service und die Gates Foundation und verteilen einen kostenlosen Klingelton. Der eingängige A-cappella-Song ist witzig, wenn auch textlich anspruchslos: Ihm reicht ein Wort.

Neu-Delhi - Ein Handy-Klingelton, der lautstark für den Gebrauch von Kondomen wirbt, soll in Indien die Ausbreitung des HI-Virus eindämmen. Mit dem Titel "Kondom a cappella" wollen die Organisatoren einer Anti-Aids-Kampagne der Abneigung der Inder gegen Kondome entgegenwirken und Präservative bei jungen Menschen ins Gespräch bringen. Der Song kann im Internet unter www.condomcondom.org heruntergeladen werden.

Spaßkampagne: Versuch, das Kondom als Thema für hippe Männer zu etablieren
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Spaßkampagne: Versuch, das Kondom als Thema für hippe Männer zu etablieren

"Klingeltöne sind zu einer persönliche Aussage geworden", sagte eine Vertreterin der BBC World Service Trust, die die Kampagne organisiert. Deshalb sei ein Kondomklingelton der richtige Weg, um eine wichtige Botschaft mit Spaß zu verbinden.

So könnten Hemmungen und Tabus im Zusammenhang mit Kondomen überwunden werden. Begleitet wird die Verteilung des Klingeltons von einer schrillen Werbekampagne quer durch alle Medien. Die Brücke ins Hirn soll offenbar Humor sein: Auf der Webseite sorgen witzige Gimmicks von Quizfragen ("Was ist sehr männlich, aber kein Schnurrbart?") über Wallpaper-Downloads bis hin zu spielerischen Elementen dafür, dass sich die Besucher die wichtige Botschaft freiwillig selbst einhämmern. Im Mittelpunkt steht jedoch der zwar textarme, aber harmonische Klingelton, der trotz seiner Eindeutigkeit die Peinlichkeitsgrenze geschickt umschifft. Die Datei wird im MP3-Format angeboten.

Die Initiative wird von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates und seiner Frau Melinda finanziert. In Indien leben nach Angaben der BBC World Service Trust rund 2,5 Millionen HIV-Infizierte. Von den rund 1,1 Milliarden Indern besitzen rund ein Viertel ein Mobiltelefon.

pat/AFP

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