Von Matthias Kremp
Die absolute Hightech-Variante des Online-Frankierens ist der Handyporto-Service. Für den braucht man nicht einmal mehr einen Drucker, ein Mobiltelefon reicht vollkommen. Fast könnte man meinen, damit würde der Traum vom papierlosen Büro wahr. Tatsächlich aber werden auf diese Weise bloß Briefmarken obsolet, und das auch nur im privaten Bereich.
Das Prozedere ist denkbar einfach: Am Handy schickt man eine SMS-Kurznachricht mit dem Inhalt "Karte" oder "Brief" an die Nummer 22122. Nach einigen Sekunden trudelt dann die Antwort der Post ein: eine zwölfstellige Zahlenfolge. Die schreibt man einfach als Dreizeiler auf den Brief und steckt ihn wie üblich in den Briefkasten. Das geht schnell, zu jeder Tages- und Nachtzeit und ist bequem.
So schön wie echte Briefmarken ist ein derart aufgemalter Porto-Code freilich nicht - und auch nicht so billig. Denn statt 45 Cent und 55 Cent, wie bei normalen Briefmarken, zahlt man per SMS 85 beziehungsweise 95 Cent, für Postkarte und Brief. Zusätzlich fallen die SMS-Gebühren des jeweiligen Mobilfunkanbieters an. So wird die mobile Selbstmal-Briefmarke schnell zum Luxusporto.
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