Von Johannes Sträter
"… denn zum Küssen sind sie da", USA 1997. Regie: Gary Fleder. Darsteller: Morgan Freeman, Ashley Judd. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. 3,90 Euro.
Wer regelmäßig Filmbeileger kauft, wird mittlerweile eine stattliche Sammlung aus dem Oeuvre des Hollywoodstars Morgan Freeman besitzen – und jetzt wieder ein hübsches Filmchen dazustellen können. In der Rolle des Profilers Alex Cross nimmt Freeman als besorgter Onkel die Suche nach seiner vermissten Nichte in der amerikanischen Universitätsstadt Durham auf. Dort stößt er nicht nur auf ungeklärte Mordfälle und weitere vermisste Frauen, sondern auch auf Kate (Ashley Judd), die aus ihrer Gefangenschaft in einem unheimlichen Verlies entkommen konnte. Schnell wird klar, dass hier ein Serienkiller sein Unwesen treibt, und eine packende Schnitzeljagd beginnt, die in den Wäldern North Carolinas ihren gruseligen Höhepunkt erreicht.
Mit dem Genreklassiker "Sieben" hatte Morgan Freeman 1995 seine Berufung zum gewieften Ermittler entdeckt – hier durfte er dieses Talent an der Seite von Ashley Judd ("Heat") erneut unter Beweis stellen. Produzent David Brown ("Der weiße Hai") landete damit einen stilechten Kassenschlager, der vier Jahre später in der Prequel "Im Netz der Spinne" seine noch um ein paar Millionen Dollar erfolgreichere Fortsetzung fand.
Bei der Kritik kam dieser zweite Streifen allerdings weniger gut weg - genau wie beim überkritischen Cineastenpublikum auf Rotten Tomatoes: Dort hielten 81 Prozent der Rezensenten das Machwerk für schwer matschig. Das gilt allerdings für die meisten Filme - die Tomatenwerfer sind bekanntlich auf Meckern spezialisiert.
An diesem Beileger-Film allerdings gibt es nur wenig auszusetzen. Die bekannten Strickmuster des Serienkiller-Thrillers werden zwar kaum abgewandelt, aber handwerklich so flüssig und geschickt umgesetzt, dass es eine wahre Freude ist. Statt expliziter Gewalt machen gruselige Kulissen und die atmosphärisch dichten Bilder des Kameramanns Aaron Schneider ("Murder One") daraus ein knackiges Stück Unterhaltung mit garantiert hohem Gänsehautfaktor.
Bis 2. Dezember im Handel
Deshalb gilt: Wo das nicht anders vermerkt ist, verfügt die DVD nur über eine deutsche Tonspur.
"Prey", USA 2007. Regie: Darrell Roodt. Darsteller: Bridget Moynahan, Peter Weller. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis 3,70 Euro.
In der schönen Natur spielt der erst ein Jahr alte, quasi noch kamerawarme Tier-Schocker aus dem wilden Afrika. Dort unterschätzt ein leichtsinniger Wildhüter während einer Safari auf tragische Weise den Hunger einer Löwenmeute, und prompt sitzt die junge Amy (Bridget Moynahan) mit den zickigen Blagen ihres Ehemanns Tom (Peter Weller) hilflos im flügellahmen Jeep fest. Der Zündschlüssel befindet sich nämlich leider mit der Hose des Toten bei den Löwen, die nun sehnsüchtig darauf warten, die kleine Familie zum Nachtisch zu verspeisen. Ein banges Warten auf Rettung beginnt, denn die Biester lassen sich nicht abschütteln.
Wer schon immer Länder mied, in denen er nicht selbst das Ende der Nahrungskette ist, wird sich nach diesem Film bestätigt zurücklehnen können. Denn auch wenn die Landschaft und die Tiere noch so klasse gefilmt sind, letztere zerfleischen mindestens ebenso klasse ihre Opfer, rütteln an den Türgriffen oder lauern im hohen Steppengras. Trotz gut aufspielender Action-Aktrice Bridget Moynahan ("I Robot") und Routinier Robert Weller ("Naked Lunch") sind die Löwen die eigentlichen Stars, wirken dabei nicht monsterhaft durchgedreht, sondern machen einfach nur ihren Job als Fleisch fressende Großkatzen. Und das allein reicht schon für 88 ziemlich nervenaufreibende Minuten Spannung.
Bis 23. November im Handel
"Spirit Trap", GB 2005. Regie: David Smith. Darsteller: Billie Piper, Sam Troughton. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 3,90 Euro
Den nächsten Grusel-Film in diesem Monatsprogramm finden wir beim "DVD-Magazin" mit dem Teenie-Schocker "Spirit Trap". Fünf Erstsemester, die sich vorher nicht kannten, ziehen nichtsahnend in eine heruntergekommene Villa mit böser Vergangenheit ein. Gleich zu Beginn setzt Kunststudent Nick (Sam Troughton) eine mysteriöse "Geisteruhr" wieder in Gang und startet damit einen Countdown, dessen Bedeutung nur von der medial begabten Jenny (Billie Piper) erahnt wird: Durch einen Fluch geraten sie in eine Zwischenwelt, aus der sie nur entkommen, wenn einer von ihnen stirbt.
Der mit drei Millionen Dollar Budget relativ billig produzierte Streifen bietet leider nur einen altbackenen Plot mit stereotypen Rollen. Da weiß man bereits nach fünf Minuten, wer hier lebend wieder rauskommen wird – und langweilt sich dementsprechend ein wenig. An den fünf Jungdarstellern hat das sicherlich nicht gelegen, sie machen ihre Sache so gut es hier überhaupt geht.
Als kleine Überraschung entdecken Kenner des "Eurovision Song Contest" in der Crew die russische Popsängerin Alsou, die im Jahr 2000 mit ihrem Song "Solo" für Russland den zweiten Platz erreichte und hier ihr Filmdebut feierte. Hören kann man sie anschließend im Abspann mit dem Song "Teardrops". Die Horror-Schnulze mag für ihre Fans durchaus Grund genug sein, sich den Film doch einmal anzuschauen.
Bis 3. Dezember im Handel
"Chameli", IND 2004. Regie: Sudhir Mishra. Darsteller: Kareena Kapoor, Rahul Bose. Sprache: Hindi / Deutsch . FSK: 16 Jahre. Preis: 8,90 Euro
Zwei Jahre nach seiner Gründung wagt sich das Bollywood-Magazin "ISHQ" mit einer Special-Ausgabe auf den Markt. Seit Ende September versucht das mit seiner 30.000er Auflage gar nicht mehr so kleine Indien-Lifestyle-Magazin aus dem niederrheinischen Dinslaken, einen Teil seiner Hefte mit Filmbeilegern aufzuwerten. Lag der ersten Special-Ausgabe noch ein Konzertmitschnitt bei, so findet sich im November nun zum ersten Mal ein kompletter Kinofilm mitsamt deutsch untertitelter Originaltonspur sowie deutscher Synchronisation. Dafür hebt sich der Preis mit 8,90 Euro auch deutlich von der Konkurrenz ab – das ist beileibe kein Beilegerschnäppchen, sondern ein Fan-Artikel, der sein hoch interessiertes Publikum anspricht.
Zudem wird mit "Chameli" keine glamourüberladene Bollywood-Romanze gezeigt, sondern ein anfangs ziemlich dialoglastiges Drama um den deprimierten Finanzberater Aman (Rahul Bose) und die abgeklärte Prostituierte Chameli (Kareena Kapoor). Beide treffen in einer düsteren, verregneten Nacht zufällig aufeinander. Je näher sie sich dabei kommen, desto mehr verstricken sich ihre Geschichten ineinander und geben ihrem Leben eine unverhoffte Wendung.
Für die einer alten Bollywood-Dynastie entwachsene Schauspielerin Kareena Kapoor ("Refugee") war die Rolle der Hure "Chameli" ebenfalls eine Art Neuanfang nach mehreren misslungenen Filmprojekten. Die Kritiker begnadigten sie, und Kameramann Aseem Bajaj räumte für seine tolle Arbeit auch noch ein paar Preise ab. Doch es wäre kein Bollywood-Film, wenn nicht irgendwann auch gesungen und getanzt würde und wenn nicht doch am Ende so etwas wie ein romantischer Twist stehen würde, der die bösen Geister glücklich miteinander versöhnt. Fazit: ein kleiner Film für Kopf und Augen, der sich vor allem für Bollywood-Neueinsteiger anbietet.
Bis Anfang Dezember im Handel
"Copykill", USA 1995. Regie: Jon Amiel. Darsteller: Sigourney Weaver, Holly Hunter. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16. Preis: 6,99 Euro.
Auch die Leser der "PC Go" dürfen sich diesmal mit allerlei bösen Verbrecherseelen herumschlagen. In dem ungewöhnlichen Psychothriller "Copykill" kopiert ein gnadenloser Serienmörder berühmte Vorbilder, über deren Taten die Kriminalpsychologin Helen Hudson (Sigourney Weaver) Vorlesungen gehalten hatte. Nachdem sie Monate vorher selbst nur knapp einen brutalen Mordanschlag überlebte, ist Hudson mittlerweile psychisch arg angeknackst und nimmt nur noch über ihre Computer Kontakt mit der Außenwelt auf. Zumindest, bis die Mordermittlerin Monahan (Holly Hunter) sie um Hilfe bittet.
Ein nervenzerrüttendes Spielchen beginnt, in dem sich die sonst so unerschütterliche Sigourney Weaver ("Alien") einmal erfrischend untypisch als Opfer zeigt, während Holly Hunter ("Das Piano") im Gegenzug absolut überzeugend den coolen, scharfzüngigen Cop raushängen lassen darf. Perfekte Bilder und ein toller Soundtrack geben dem Ganzen den letzten Schliff und garantieren einen kribbeligen Gänsehauteffekt.
Bis 4. Dezember im Handel
"Heat", USA 1995. Regie: Michael Mann. Darsteller: Al Pacino, Robert De Niro. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 6,99 Euro.
In dem mittlerweile legendären Action-Thriller über das Duell zwischen dem von seinem Job besessenen Polizisten Vincent Hanna (Al Pacino) und seinem Gangster-Spiegelbild Neil McCauley (Robert De Niro) standen sich nicht nur zum ersten Mal die beiden damaligen Top-Stars dieses Genres auf der Leinwand gegenüber. Heraus kam auch ein kommerziell ungemein erfolgreiches Stück Film, das bis zur letzten Sekunde seiner fast drei Stunden langen Laufzeit actionreiche, intelligente Unterhaltung bietet. Es macht einfach Spaß, die beiden Platzhirsche bei dem energiegeladenen Gerangel zu beobachten, dass sie zusammen mit ihrer recht namhaften Crew veranstalten, wobei besonders Val Kilmer und Tom Sizemore in ihrer Rolle als McCauleys Komplizen positiv auffallen.
Michael Mann ("Miami Vice") hatte den Stoff zu "Heat" bereits 1989 in dem TV-Krimi "Showdown in L.A." verbraten, aber erst in der Kinoversion von 1995 mit seiner Traumbesetzung gezeigt, was daraus zu machen war: ein bis heute nur selten erreichtes Referenzwerk des Actionfilms, das man deshalb allerdings auch als vollwertige DVD mit Original-Tonspur, die hier wie üblich leider fehlt, für wenige Euro an jeder Ecke kaufen kann.
Bis 4. Dezember im Handel
"Halloween: Resurrection ", USA 2002. Regie: Rick Rosenthal. Darsteller: Bianca Kajlich, Busta Rhymes. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 16 Jahre (gekürzt). Preis: 3,40 Euro
Pünktlich zur Halloween-Nacht am 31. Oktober erschien die "TV Movie" mit der bisher letzten Episode der achtteiligen Reihe über den maskierten Halloween-Schlitzer Michael Myers. Diesmal landet man wieder in Myers Geburtshaus, wo der Quote jagende Fernsehproduzent Freddie (Busta Rhymes) einen Haufen mit Webcams ausgerüsteter Studenten in einer Reality-Show antreten lassen will. In der Halloween-Nacht sollen sie das gruselige Haus auf Spuren der vielfältigen Messermorde absuchen und während der Live-Übertragung auf etliche, von ihm selbst vorbereitete Überraschungen stoßen. Doch der echte Michael Myers ist längst vor Ort und macht Freddie einen blutigen Strich durch die Rechnung.
Die Figur Michael Myers gehört zur Ursuppe des modernen Horrorfilmgenres und verkörpert das personifizierte Böse, weshalb er auch nie endgültig getötet werden kann. Er redet nicht, mordet vornehmlich mit einem riesigen Küchenmesser und trägt immer eine weiße, ausdruckslose Maske – für die sein Schöpfer John Carpenter 1978 aus Kostengründen übrigens eine billige Halloween-Captain-Kirk-Verkleidung verarbeitete. Nach dem gigantischen Erfolg des ersten Films wurden bis heute sieben Episoden und eine Neuverfilmung gedreht. Ende 2009 wird eine aktualisierte Version des zweiten Teils von 1981 erwartet.
Bis 13. November im Handel
Kurz und knapp - was der Kiosk in diesem Monat noch zu bieten hat
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"Narc", USA 2002. Regie: Joe Carnahan. Darsteller: Ray Liotta, Jason Patric. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. 3,90 Euro
Einen nicht nur äußerlich gereiften Ray Liotta ("Good Fellas") sehen wir in diesem bitteren, teils recht brutalen, aber atmosphärisch interessanten Cop-Thriller um einen im Drogenmilieu ermordeten Undercover-Agenten. Als ehemaliger Partner des Toten wird Lieutenant Henry Oak (Ray Liotta) zusammen mit dem reaktivierten Drogenfahnder Nick (Jason Patric) auf die Spur der Mörder gesetzt. Die Suche nach der Wahrheit geht dabei recht merkwürdige Wege, und die Auflösung bleibt bis zur letzten Sekunde höchst spannend. Heraus kommt dabei ein harter, beeindruckender Streifen mit Moral, aber ohne erhobenen Zeigefinger, der hierzulande leider nie in den Kinos zu sehen war.
Bis Januar 2009 im Handel
"Big Bad Wolf", USA 2006. Regie: Lance W. Dreesen. Darsteller: Trevor Duke, Kimberly J. Brown. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis 7,90 Euro
Eigentlich wollte der schüchterne Derek (Trevor Duke) ein paar großkotzigen Highschool-Kollegen mit der abgelegenen Jagdhütte seines ätzenden Stiefvaters imponieren, richtet jedoch ungewollt einem blutrünstigen Werwolf die Schlachtplatte an. Nur knapp entkommt er mit seiner unerschrockenen Freundin Samantha (Kimberly J. Brown) dem Gemetzel, ahnt aber schon bald, wer sich hinter dem Monster verbirgt. Fazit: trashiges Crossover-Werk irgendwo zwischen Splatter-, Horror- und Teeniekomödie, das sich hervorragend für gruppendynamische Experimente bei Bier und Pizza eignet.
Bis 18. November im Handel
"Ich küsse meinen Mörder", GB/USA 1996. Regie: David Richards. Darsteller: Rosie Rowell, Daniel Craig. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 12 Jahre und "Gunshy – Aus Leidenschaft zum Mörder", USA 1998. Regie: Jeff Celentano. Darsteller: William Petersen, Michael Wincott. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 16 Jahre. Preis 3,90 Euro
Mit zwei, auf den ersten Blick angestaubt wirkenden Krimis aus den neunziger Jahren startet das Medienmagazin "SFT" in den Winter.
In einem feinen Psychokrimi aus Sherlock Holmes Heimatland sehen wir den damals 28-jährigen Daniel Craig ("Ein Quantum Trost") als jungen Kommissar Matt Kearny, dem das Leben übel mitspielt: Sein Chef will ihn rauswerfen, seine Freundin Jude (Rosie Rowell) hat ihn verlassen. Als sich eine läppische Vermisstenmeldung zum kapitalen Mordfall auswächst, wird ausgerechnet letztere als Lockvogel eingesetzt und verknallt sich auch noch in den Verdächtigen. Kein Wunder, dass Matt einen Fehler nach dem anderen macht und seinen Frust im Schnaps ertränkt – bis sein Partner ihn gerade noch rechtzeitig aus der Lethargie reißt.
Nicht ganz so überzeugend zeigt sich bis zur ersten Halbzeit der Fernsehthrillers "Gunshy". In der schön gefilmten, aber etwas zäh anlaufenden Dreiecksgeschichte gerät der gescheiterte Star-Journalisten Jake Bridges (William Petersen) aus unerfindlichen Gründen in die Obhut des brutalen, aber an sich selbst zweifelnden Geldeintreibers Frankie (Michael Wincott). Zum Dank dafür macht er sich an dessen Freundin Melissa (Diana Lane) ran. Was als misslungener Film Noir beginnt, nimmt nach einem überraschenden Twist in der zweiten Hälfte unverhofft Fahrt auf und wird dann noch einmal richtig spannend.
Insgesamt findet sich in dem günstigen Filmpäckchen damit ein unterhaltsames Krimi-Doppel, mit dem man einen grauen Novembertag locker übersteht.
Erscheint am 29. Oktober im Handel
"Schneeweißchen und Rosenrot", DDR 1979. Regie: Siegfried Hartmann. Darsteller: Julie Juristová, Katrin Martin. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: ohne Altersbeschränkung. Preis 2,99 Euro
Nach der sowjetrussischen Waldgeistereinlage vom Oktober findet sich Anfang November wieder ein Stück aus dem Grimmschen Märchenkosmos auf der Monats-DVD der "Super Illu". In leicht abgewandelter Interpretation lässt Siegfried Hartmann die beiden Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot in der Nähe eines Bergbaustollens wohnen, wo ein Berggeist seinen Schatz versteckt und zwei Prinzen in Tiere verwandelt, als sie ihm auf die Schliche kommen. Doch die Mädchen freunden sich mit dem Falken und dem Bären an, können beide befreien und den Schatz schließlich gewinnen.
Vom 6. bis 12. November im Handel
"avant*garde", D 2008. Regie & Moderation: Fabian Hübner und "Visiting Uwe", D 2008. Regie & Moderation: Fabian Hübner und "Conan. Der Abenteurer", D/USA 1998 (2. Episode der TV-Serie). Regie: Martin Denning u. a.. Darsteller: Ralf Möller, Danny Woodburn. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 12 Jahre. Preis: 9,99 Euro
In diesem Quartal liegt der Premium-Ausgabe der "Widescreen Vision" aus dem Computec-Verlag kein abendfüllender Spielfilm bei, sondern die DVD-Version des verlagseigenen Online-Filmmagazins "avant*garde" (www.ws-avantgarde.de) mit einer Sammlung kleiner, aber feiner Kurzdokus über innovative Regisseure wie Ingmar Bergmann oder Wong Kar-wai.
Wer darüber hinaus immer schon mal wissen wollte, was Werbefilm- und Trash-Regisseur Dr. Uwe Boll ("House of the Dead") im Keller seines Hauses lagert und was er über die Filmbranche im Allgemeinen und einige seiner Kollegen im Besonderen denkt, findet in der ebenfalls von Hübner produzierten Doku "Visiting Uwe" genau das Richtige.
Irgendwie passend gibt’s dazu noch eine barbarische Episode der Fantasy-Billig-Produktion "Conan" mit Aushilfs-Schwarzenegger Ralf Möller, der in den letzten Jahren mehrfach für Boll vor der Kamera aufgespießt wurde ("Seed", "Postal", "Far Cry"). Als muskelbepackter Sozialarbeiter mit Breitschwert kann Möller hier einmal mehr andeuten, warum es für ihn zum großen Durchbruch doch so ganz nie gereicht hat: Nebenrollen in diversen US-Filmen machten ihn immerhin zum immer wieder gern genommenen Hauptverdächtigen für deutsche Trash-Produktionen wie das leider unvergessene "Megalodon – Hai-Alarm auf Mallorca".
Bis 2. Dezember im Handel
"Bloody Numbers", CDN/USA 2001. Regie: Jeff Probst. Darsteller: Erik Palladino, James Earl Jones. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 7,99 Euro
Wie erwartet erscheint nach drei Monaten wieder ein neues Sonderheft mit abendfüllendem Filmbeileger aus der Redaktion der "Widescreen Vision". Die hat sich diesmal für ein schönes Stück psychologischer Beobachtung im engsten Freundeskreis entschieden.
Alles dreht sich um ein gefundenes Lotterielos, das von seinem Besitzer (James Earl Jones) mitsamt der Brieftasche beim ehrlichen Finder (Eric Palladino) abgeholt werden soll. Doch als dieser feststellt, dass er mit dem Los sechs Millionen Dollar kassieren könnte, versucht er, den Gewinn selbst einzustreichen. Allerdings hat er keine Ahnung, was seine Kumpels oder gar der Eigentümer bereits wissen. Und so beginnt ein verzwicktes Katz-und-Maus-Spiel, in dem jede Kleinigkeit zählt.
Bis Mitte Dezember im Handel
Der volle Überblick - Die Tabelle mit allen DVD-Beilegern bis Mitte November
Die DVD-Beileger der ersten Novemberhälfte
Die DVD-Beileger bis Mitte November
Zeitschrift
Film
Preis (Euro)
AudioVideoFoto Bild
…denn zum Küssen sind sie da
3,90
AudioVideoFoto Bild Sonderheft
Narc
5,99
Computer Bild
Prey
3,70
DVD Magazin
Spirit Trap
3,90
ISHQ Bollywood Special
Chameli
8,90
PC Action
Big Bad Wolf
7,90
PC Go
Copykill
6,99
PC Magazin
Heat
6,99
SFT
Ich küsse meinen Mörder / Gunshy
3,90
Super Illu
Schneeweißchen und Rosenrot
2,99
TV Movie
Halloween: Resurrection
3,40
Widescreen Sonderheft
Bloody Numbers
7,99
Widescreen Premium
avant*gard/Visiting Uwe/ Conan, der Abenteurer
9,99
Der nächste DVD-Überblick erscheint in der übernächsten Woche
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