Von Konrad Lischka
Junji Koyama ist ein ganz normaler japanischer Grundschullehrer: Der 45-Jährige aus dem Städtchen Setouchi liest gern Akira-Mangas, sieht im Fernsehen gern "CSI" und "Emergency Room", hört gern die Beatles und Pink Floyd und macht mit Frau und Tochter Musik. Dabei allerdings spielt er regelmäßig auf Karotten-Flöten und Brokkoli-Okarinas.
Seine selbstgeschnitzten Gemüse-Instrumente haben Koyama in Japan zum YouTube-Star gemacht: Sein Videoangebot selbstgefilmter Karotten- und Rettich-Soli ist einer der drei in Japan meistabonnierten YouTube-Kanäle seit Bestehen des Angebots.
In seinen kurzen Filmen spielt Koyama zum Beispiel Melodien auf dem Nintendo-Spiel "The Legend of Zelda" auf einer Möhren-Gefäßflöte (Okarina) nach oder Hänschen-Klein auf einer Oboe aus Pestwurz. Manchmal musiziert Koyama auch mit Familie: Seine Frau am Klavier, die Tochter singt und Koyama spielt dazu, "Stille Nacht". Auf einer Rettich-Querflöte zum Bespiel (siehe Video unten).
Gegen Ende stimmt dann auch noch die Hauskatze der Koyamas miauend ein.
Bio-Musik auf Möhren und Co. - SPIEGEL ONLINE zeigt, wie man aus Gemüse Instrumente schnitzt und wie ein Gemüse-Orchester spielt.
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