Von Konrad Lischka
Sein erstes essbares Instrument baute Koyama vor drei Jahren. Im September 2005 arbeitete er im Rahmen einer Lehrer-Weiterbildung in dem Kinder-Freizeitpark "Omotya Oukoku" (in etwa: Spielzeug-Königreich), wo er den Auftrag bekam "etwas Angenehmes, Witziges für die Kinder zu schaffen". Koyama erzählt: "Ich hatte gehört, dass Menschen Gemüse-Instrumente machen, also versuchte ich mich an einer Möhren-Flöte. Mein erstes Instrument war eine Karotten-Panflöte."
Wie man die herstellt, zeigt Koyama in einer Videoanleitung. Er benutzt einen Bohrer (mit verstellbarer Umdrehungszahl, sonst wäre das Ganze hochgefährlich!), ein Teppichmesser und einen Meißel.
Die klein geheckselten Möhreninnereien isst Koyama nebenher mit etwas Mayonnaise. Den Klang der Möhren schätzt Koyama am meisten - doch auch "Rettich, Apfel und Brokkoli sind nicht zu verachten, die spiele ich auch regelmäßig".
Ab und an tritt Koyama in seiner Gemeinde auch live auf - im Tempel, im Kindergarten, zweimal sogar im Lokalfernsehen. Nach den Konzerten und Videodrehs werden Koyamas Instrumente wiederverwertet: "Meine Frau kocht aus den Instrumenten Currys oder Eintöpfe."
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