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22.11.2008
 

Gemüsemusik

So klingt die Karotten-Klarinette

Von Konrad Lischka

3. Teil: So spielt das Wiener Gemüseorchester

Lange bevor YouTube Gemüsemusik in alle Welt brachte, lange bevor es YouTube überhaupt gab, entstand in Wien das Gemüseorchester. Die elf Künstler, Designer und Musiker haben sich aus der Lust am Experimentieren mit neuen Instrumenten und Klängen zusammen auf Gemüse als Klangkörper gestürzt.

Zwei Alben hat das Gemüseorchester seitdem veröffentlicht, die Musiker geben im Jahr um die 25 Konzerte, (siehe Video oben) das nächste Anfang Dezember in Brüssel - mit Auberginen-Kastagnetten, Kürbis-Trommeln und ähnlichen Konstruktionen. Das klingt manchmal abstrakt, immer sehr eigen und passt ganz gut zu Kraftwerk.

Die Musiker bauen vor jedem Auftritt neue Instrumente - älteres Gemüse ist unzuverlässig. Das Rohmaterial kaufen sie auf dem Markt ("Supermarkt-Gemüse aus der Plastik-Packung klingt nicht gut"). Eine Möhren-Blockflöte schnitzen die Wiener inzwischen routiniert in 30 Minuten - die Möhren-Innereien werden dabei mit allen Abfallprodukten des Instrumentebaus zu Gemüsesuppe verarbeitet. Damit verköstigt das Orchester nach manchem Konzert das Publikum.

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