Von Frank Patalong
Man kann sich den Nutzervorlieben auch anders nähern. Suchmaschinen sind eigentlich eher Web-Scouts, die Orientierung im Web geben - das zeigen ihre eigenen Statistiken. Über Google und Co. sucht die Masse nicht etwa nach Füllung für Wissenslücken, sondern nach Nachrichten über Bekanntes, Quellen für gerade Benötigtes oder nach Adressen.
Völlig anders sieht das aus, wenn man sich die Statistik eines spezialisierten Suchdienstes anschaut. SPIEGEL WISSEN etwa, ein Gemeinschaftsprojekt mit verschiedenen Lexikonanbietern und Datenbankbetreibern, wird vornehmlich für die Suche nach Hintergrundinformationen genutzt. Dort orientiert sich der Bedarf an vertiefenden Informationen stark an aktuellen Ereignissen. Hier die Top-Ten-Suchanfragen der letzten Woche:
Mit den Statistiken der Suchmaschinen hat das nichts mehr zu tun. Aber es entspricht auch nicht dem, was Menschen im allgemeinen im Internet suchen. Das könnte man auch erfassen, indem man sich ansieht, wohin sie sich bewegen und was sie wirklich nutzen. Das versucht das US-Unternehmen Alexa mit seinen globalen Nutzungscharts. Für Deutschland meldet Alexa folgende Top-Ten-Web-Destinationen:
Eine plausible Statistik, auch wenn sie nicht ganz unumstritten ist: Sie weicht zum Teil deutlich ab von den Ergebnissen, die standardisierte Log-Zählungsverfahren erbringen.
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