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10.01.2009
 

Werbung in Facebook

Tausche zehn Freunde gegen einen Burger

Wer in sozialen Netzwerken wie Facebook mit Werbung auffallen will, muss sich etwas einfallen lassen. Eine US-Fastfood-Kette bietet nun an, Freundschaften gegen Hamburger einzutauschen. Eine Viertelmillion Facebook-Kontakte werden deswegen wohl dran glauben müssen.

Miami - Endlich wisse man, was eine Facebook-Freundschaft wert sei, witzelt die "New York Times": nämlich ziemlich genau 37 Cent. Der Hintergrund: Die Fastfood-Kette "Burger King" verspricht jedem US-Nutzer, der bereit ist, zehn seiner Kontakte zu opfern, einen Gratis-Hamburger. Und der geht normalerweise für 3 Dollar 69 über den Tresen.

Ein zehntel Facebook-Freund: Hamburger im Restaurant
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REUTERS

Ein zehntel Facebook-Freund: Hamburger im Restaurant

Interessierte Nutzer können dazu eine Facebook-Applikation auf ihrer Seite einbinden - und los geht's. Genervte Reaktionen der Ex-Kontakte sind jedoch nicht unwahrscheinlich. Das neu installierte Programm verkündet nämlich gut sichtbar im Facebook-Feed, wer geopfert wurde - und vor allem wofür.

Die Aktion ist auf die USA begrenzt - und auf insgesamt 25.000 Hamburger, je einer pro Interessent. Das bedeutet, dass bis zu 250.000 Facebook-Freundschaften dem fleischlichen Genuss geopfert werden könnten.

Facebook: Das Weltnetz

Mitglieder

Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach Angaben von Goldman Sachs hatte Facebook Anfang 2011 600 Millionen Mitglieder weltweit, nach eigenen Angaben loggt sich jeden Tag die Hälfte von ihnen auf der Seite ein (Stand: Januar 2011).

Plattform

"Mir gefällt das"

Geschäft

Firmenwert

Hollywood

Bis zum Samstag war bereits knapp die Hälfte dieser Marke erreicht. Immerhin bleibt allen Geschassten ein Trost: Bei gegenseitigem Einvernehmen können die Facebook-freundschaften schließlich schnell wiederhergestellt werden.

Hinter der Kampagne steht die Werbeagentur Crispin Porter + Bogusky, die für die Burgerbrater bereits so ausgefallene Marketingaktionen ersonnen hat, wie ein Deospray mit dem Geruch von gegrilltem Fleisch. Burger-King-Marketingmann Brian Gies sagte, seine Firma habe auch Facebook auf ironische Weise als Marketingplattform nutzen wollen. Ständig versuchten sich Nutzer im immer größeren Freundeszahlen zu übertrumpfen. Da habe man auch dabei sein wollen - jedoch auf umgekehrte Art und Weise.

chs

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