Von Konrad Lischka
Wenn es die Musikindustrie schon nicht schafft, so etwas wie eine Globallizenz für legale Online-Musikangebote zu schaffen (was man zehn Jahre nach dem Ur-Napster eigentlich erwarten könnte), muss zumindest eine Suchmaschine möglich sein. So eine Art legales Pirate Bay, wo man Künstler, Songtitel oder Albennamen eintippt und Links zu allen legalen Quellen aufgelistet bekommt.
Wer darauf besteht, für jeden Künstler und jeden Staat auf diesem Planeten unterschiedliche Lizenzen zu verkaufen, könnte doch zumindest die Verteilung transparent machen. Das ist sicher naiv und utopisch, aber angesichts der illegalen Konkurrenz unabdingbar. Kostenpflichtige oder werbefinanzierte Musikangebote haben nur eine Chance, wenn sie einfacher zu finden sind als die kostenlose Raubkopie über eine Suchmaschine wie Pirate Bay.
Die Suchfunktionalität bei legaler Online-Musik ist heute gefühlt auf dem Entwicklungsstand des Internets anno 1990 - der Zeit vor Yahoo und Google.
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