Von Richard Meusers
Mit besonderem Schwerpunkt nimmt sich die Cebit der Netzgemeinde an, all der Menschen, die im Internet unterwegs sind und ihren Arbeitsalltag genauso zunehmend ins Web verlagern wie ihre privaten Aktivitäten. Unter dem Schlagwort " Webciety", einer aus den Wörtern Web und Society gebackenen Kombination, soll die Entwicklung dieser virtuellen Lebenswirklichkeit näher beleuchtet werden.
Und da gibt es dann auch Platz für skurrile Veranstaltungen. Zum Beispiel eine Mischung aus Weinprobe und dem Hype-Thema im Web derzeit, dem Microblogging-Dienst Twitter, der die Welt mit Wichtigem und Unwichtigem versorgt - aber stets auf 140 Zeichen begrenzt (Erklärung siehe Kasten unten).
Wenn die Cebit schon beinahe zu Ende ist, am Samstag, werden sich drei Winzer um 14.40 Uhr in der Webciety Area hinsetzen und eine Verkostung ihrer Erzeugnisse veranstalten.
Online-Weinfreunde haben die Gelegenheit, sich daran in Echtzeit zu beteiligen. Vorausgesetzt, sie haben zuvor das entsprechende Verkostungspaket erworben, das aus diesen drei Weinen besteht:
Dann müssen sie nur noch ihren Twitter-Account aktivieren und können sich mit anderen Vorkostern übers Geschmackserlebnis austauschen und den Winzern Löcher in den Bauch fragen.
Das sind Johner Estate New Zealand (@ johner), das Weingut Clauer (@ winzerblog) und das Weingut Dirk Würtz (@ wuertz). Jeder stellt jeweils einen Riesling aus eigener Erzeugung vor. Offiziell ist die Veranstaltung, die auch live gestreamt werden soll, auf die Dauer von 20 Minuten begrenzt.
Was aber nicht bedeutet, das Netzgezwitscher über Farbe, Blume, Bouquet und Abgang müsse dann schlagartig verstummen. Das offizielle Tag für die Verkostung ist #twv, wer also seine Tweets damit kennzeichnet, schafft es auf die Webciety-Twitterwall.
Nicht ganz unwichtig, wenn die Verkostungsnotizen und Bemerkungen der einzelnen Teilnehmer in einen verständlichen Zusammenhang landen sollen.
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