Von Konrad Lischka und Matthias Kremp
Wenn man Wolfram Alpha als Demonstration sieht, was diese Software mit Daten anstellen könnte, ist das Ergebnis beeindruckend. Die Suchmaschine schafft es tatsächlich, Daten so aufzubereiten, dass ein Informationsgewinn entsteht. Wer zum Beispiel mehrere Staaten eintippt, erhält einen Vergleich der wichtigsten statistischen Kennwerte - so etwas schafft Google ebenso wenig wie andere heute verfügbare Suchmaschinen. Wolfram Alpha funktioniert da ganz wunderbar als Informations-Aufbereiter.
Aber das gelingt bei der derzeit verfügbaren Vorabversion nur sehr selten. Wolfram Alpha funktioniert nur dann richtig gut, wenn die angeschlossenen Datenbanken die notwendigen Daten zum Aufbereiten liefern können. Will man zum Beispiel die Einschaltquoten von US-Fernsehsendern wissen, versteht Wolfram Alpha nicht einmal die Frage.
Man hat das Gefühl, dass dieses Werkzeug von Naturwissenschaftlern für Naturwissenschaftler erstellt wurde. Bei manchen technischen und naturwissenschaftlichen Fragen liefert Wolfram Alpha wunderbar aufbereitete Antworten.
Bei wirtschaftlichen Themen muss man an der Qualität der präsentierten Ergebnisse zweifeln: Was nützen einem zum Beispiel Auflagenzahlen von Tageszeitungen ohne Angaben zum Zeitraum? Hier geht es um in Zahlenwerten codierte Informationen, eigentlich die Art von Daten, bei der Wolfram Alpha glänzt. Doch die Entwickler scheinen auf die Breite der Datenbasis und die Qualität der Aufbereitung von Fakten aus den Gebieten Wirtschaft, Politik und Kultur weit weniger Wert gelegt zu haben als in anderen Wissensgebieten.
Das könnte man als notwendige Beschränkung entschuldigen - vielleicht ist das ganze Projekt als Demonstration für neue Möglichkeiten der Informationsaufbereitung gedacht. Aber auch in diesem Fall ist es kaum zu erklären, dass Wolfram Alpha in einigen Fällen (in Deutschland verbreite Sprachen zum Beispiel) merkwürdige Ergebnisse ohne konkrete Quellenangabe liefert. Wie soll man einem Informationsaufbereiter vertrauen, der bisweilen Angaben ausspuckt, die man nicht nachvollziehen kann, ohne zu erklären, wie diese Werte eigentlich zustande kommen und aus welchen Quellen die Daten stammen?
Auf dem derzeit sichtbaren Niveau ist Wolfram Alpha eine beeindruckende Demonstration: Mit dieser Software ist viel möglich. Als Such-Werkzeug für den Alltag ist das Angebot hingegen noch unbrauchbar.
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... danach stand nur wieder das "Launching May 2009" in der Leiste. Die Ergebnisse der Suchen waren auch gemischt und teils sclhicht falsch. Erste Suche: Where is Indonesia? Ausgabe: Eine Karte mit der Position [...] mehr...
Wurde jetzt die Suchmaschine schon eingestellt? Ich kann jedenfalls nichts eingeben. Hier steht nur "Launching May 2009 ...". Meine Bemerkung zu dem Spiegel-Artikel: Es hängt natürlich auch von der Intelligenz des [...] mehr...
Ich habe heute nachmittag eine Web-Präsentation miterleben dürfen. Das was dort gezeitgt wird ist beeindrucken, leider aber in keiner Weise relevant. Wer möchte schon die Höhe des Mont Everest durch die Länder der Golden Gate [...] mehr...
Stephen Wolfram hat Mathematica nicht selbst entwickelt (bestenfalls konzipiert), sondern eine Firma gegründet, deren Mitarbeiter Mathematica entwickelt haben. Das soll seine Leistung nicht schmälern, aber solche komplexen [...] mehr...
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