Von Felix Knoke

Noch zeigt Photosynth auf Virtual Earth aber vor allem Sehenswürdigkeiten an. Per Tastendruck fliegt der Besucher durch die Bilder zu den Hotspots, die andere Nutzer als besonders besuchenswert kennzeichneten. Im nächsten Schritt will Microsoft Werbekunden von den Fototricks überzeugen. Die könnten dann Ausstellungsräume, Grundstücksbesichtigungen, Hotelführungen in Photosynth realisieren - und so auf Virtual Earth für ihre Produkte, ihr Grundstück oder Ferienresort werben. Ein wenig erinnert das an Second Life.
Das größte Potential hätte Photosynth aber, wenn es gar nicht erst auf solche aktiven Kunden und Nutzer angewiesen wäre. Zusammen mit einer intelligenten Suchmaschine könnte sich Photosynth selbständig durch öffentliche Bilderberge wie Flickr wühlen - und aus diesem schier unendlichen Bilderschatz versuchen, ein Abbild der fotografierten Welt zu schaffen, das sich - teilweise - auch noch fast in Echtzeit selbst aktualisieren würde. Zum Glück dürften dieser verführerischen Privatsphären-Hölle allerdings ein paar lizenzrechtliche Hindernisse im Weg stehen.
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