Von Konrad Lischka
Programmierer Lars Rasmussen benutzt viele Worte an diesem Nachmittag, die schwer nach Übertreibung klingen. Und wenn man nicht mit eigenen Augen in einem Video sehen könnte, was er da zu beschreiben versucht, würde man es als Wortgeklingel abtun. Rasmussen präsentiert bei der alljährlichen Google-Entwicklerkonferenz I/O einen Nachfolger der E-Mail, oder zumindest eine Software, die Google dafür hält.
Hätte Rasmussen nicht Google Maps mitentwickelt, würde man sein Vorhaben als größenwahnsinnig abtun. Ausgangspunkt seines Programmierer-Teams: Das Konzept E-Mail ist fast ein halbes Jahrhundert alt. Ihr Ziel: "Eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit". Das soll nun also Google Wave sein, ein neuer Web-Dienst, den Google jetzt Entwicklern vorgestellt hat - und noch im Lauf des Jahres für die Öffentlichkeit freigeben will.
Was Wave kann, zeigt Google in einer 45-minütigen Videopräsentation, ausprobieren konnte man den Dienst am Donnerstag noch nicht. Bei allen Vorbehalten: Die Software sieht vielversprechend aus - eine Mischung aus E-Mail, Chatprogramm, Wiki, Blog und Fotoportal. Das klingt komplex, die Benutzer-Oberfläche wirkt jedoch intuitiv verständlich.
Mailen, Chatten, Bloggen - SPIEGEL ONLINE erklärt Schritt für Schritt, was Google für Wave verspricht.
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