Von Konrad Lischka
In einer Wave müssen nicht nur kurze Nachrichten stehen - man kann natürlich auch lange Texte schreiben und bearbeiten (die Änderungen jedes Autors werden protokolliert und können jederzeit rückgängig gemacht werden) und laut Google auch Textdokumente und Tabellen aus Googles Online-Office-Docs einbinden. Einbetten lassen sich auch Karten, Videos und Fotos.
Wie leicht das mit Digitalaufnahmen geht, führt Rasmussen in einer Videodemonstration vor: Mit nur drei Klicks hat er mehrere Fotos vom Windows-Desktop hochgeladen - Wave fertigt automatisch Thumbnails an, die zu einer kleinen Diashow in Wave führen.
Das erinnert sehr an ein einfaches Content-Management-System, wie es Blogs und Wikis zugrunde liegt. In der Tat will Google es erreichen, dass Nutzer eine ausgewählte Wave veröffentlichen und auf beliebigen Web-Seiten einbinden können. Konkret könnte man sich das so vorstellen: Man benutzt eine Wave als Mini-Blog, tippt ständig neue Kommentare ein und bindet diese Quelle bei Facebook, auf seiner Web-Seite und sonst wo ein - überall taucht derselbe, bei Wave aktualisierte Text auf.
Könnte man auch ein Mitmach-Lexikon wie Wikipedia mit Wave als Content-Management-System verwalten? Lars Rasmussen antwortet: "Im Prinzip sicher. Das könnten Entwickler mit einer Erweiterung ermöglichen. In solch einem Wiki wäre jeder Artikel eine Wave. Und die Anbieter könnten frei entscheiden, wer mitschreiben darf."
Ein Google-Account wird nicht obligatorisch sein, um an solch einer Wave mitschreiben zu können. Denn Google will es Web-Seiten-Betreibern erlauben, die Wave-Software auf ihren eigenen Servern laufen zu lassen. Rasmussen: "Die Betreiber können selbst entscheiden, ob sie nur bei sich registrierte Nutzer kommentieren oder mitschreiben lassen oder auch anonyme Beiträge in einer Wave erlauben."
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