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28.05.2009
 

Digitalisierung von Büchern

Zypries fordert EU-Initiative gegen Google Books

Google Books erwartet Ärger aus Brüssel: Justizministerin Zypries hat die EU aufgefordert, gegen das Digitalisieren von Büchern europäischer Autoren vorzugehen. Der Internetgigant hat zwar in den USA einen Vergleich mit Autoren geschlossen, doch der sei noch nicht rechtskräftig.

Berlin - Die Bundesregierung fordert eine EU-Initiative gegen die Digitalisierung von Büchern durch den Internetriesen Google. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries kritisierte am Donnerstag, das Projekt Google Books sei "mit den Grundsätzen des europäischen Urheberrechts nicht zu vereinbaren".

Google-Stand auf Frankfurter Buchmesse 2008: Zu früh gescannt?
AFP

Google-Stand auf Frankfurter Buchmesse 2008: Zu früh gescannt?

Der in Brüssel tagende Rat der EU-Wettbewerbsminister rief auf Anregung Deutschlands die EU-Kommission dazu auf, Schritte zum Schutz europäischer Autoren zu ergreifen. Google hat in den USA einen gerichtlichen Vergleich mit den Verlagen geschlossen, nach der das Internetunternehmen gegen Zahlung einer pauschalen Entschädigung Bücher ohne Zustimmung der einzelnen Autoren digitalisieren kann.

Unter den gescannten Büchern seien auch solche von europäischen Autoren, kritisierte Bundesjustizministerin Zypries in Berlin. Allerdings könnten Autoren und Verlage bis zum 4. September noch Einwände gegen den Vergleich vorbringen, weil dieser noch nicht rechtskräftig sei. Zypries wurde in Brüssel von Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer vertreten.

Google nutzt die digitalen Kopien für den Aufbau einer Datenbank, der sogenannten "Google Buchsuche". Damit können Internetnutzer eine Ansicht der Titelseite und in den meisten Fällen auch kurze Ausschnitte aus den Büchern aufrufen, sogenannte "snippets".

bim/AP

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