Von Matthias Kremp
Standortbezogene Dienste, auch Location Based Services genannt, wurden schon vor Jahren als das nächste große Ding gehandelt und doch nie realisiert. Mit der Einführung von GPS in Handys bekommen Anwendungen, die den Aufenthaltsort des Nutzers einbeziehen, jetzt neuen Auftrieb. Damit man solche Dienste auch am PC oder Notebook verwenden kann, stellt Firefox 3.5 nun ebenfalls Funktionen zur Ortsbestimmung bereit.
Weil Computer aber nur selten mit einem GPS-Modul ausgestattet sind, bedient sich der Browser einer Technik, die als Geo-IP bezeichnet werden kann: Anhand der IP-Adresse wird der Standort bestimmt - zumindest grob. Verfeinert werden diese Daten bei Notebooks beispielsweise, indem die Feldstärken umgebender W-Lan-Netze für eine Art Kreuzpeilung genutzt werden. Eine ähnliche Technik wird auch für Handys ohne GPS-Modul verwendet.
Fraglich ist bisher allerdings noch, welche Anwendungen konkret und sinnvoll von solchen Positionsdaten profitieren können. Mozilla bietet bisher nur eine Demonstration an, die lediglich auf einer Karte anzeigt, wo der Browser sich vermutet. Der Nutzer weiß das gemeinhin besser - selbst wenn er persönlich Selbstfindungsprobleme haben sollte.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
| alles zum Thema Firefox | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH