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05.07.2009
 

Privatfotos im Netz

Geheimdienstchef in Badehose

Von Christoph Titz

Facebook-Gate in Londons High Society: Weil die Ehefrau des britischen Uno-Botschafters John Sawers peinliche Badefotos für jedermann im Internet einsehbar machte, hat ihr Mann jetzt mächtig Ärger. Neuer Geheimdienstchef soll er aber trotz der Datenpanne werden.

Sein Job verpflichtet zu absoluter Geheimhaltung, doch mit welchen Schauspielern er verkehrt, welche Badehose er trägt und wo er wohnt, weiß jetzt ganz Großbritannien: Sir John Sawers, britischer Uno-Botschafter und designierter Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, erlebte Ende der Woche einen privaten Datengau.

Ups! Die Frau des britischen Karrierediplomaten John Sawers machte die Badefotos ihres Mannes im Internet öffentlichZur Großansicht
REUTERS

Ups! Die Frau des britischen Karrierediplomaten John Sawers machte die Badefotos ihres Mannes im Internet öffentlich

Sawers Ehefrau Shelley veröffentlichte in ihrem Profil des sozialen Netzwerks "Facebook" private Fotos und Informationen, die die Sicherheit des 53-jährigen Karrierediplomaten und seiner Familie gefährden könnten, schrieb die Tageszeitung "Mail on Sunday", die eine lange Reihe der Bilder in ihrer aktuellen Ausgaben abdruckte.

Einige Fotos zeigen Sawers in Badehose am Strand, auf einem weiteren Bild posiert er mit Weihnachtsmannmütze in New York. Zu sehen sind weiter Sawers Ehefrau und seine Tochter, die auf Stühlen stehen und eine Szene aus dem Musicalfilm "Cabaret" nachspielen. Außerdem machte Shelley Sawers ihre Freundschaft mit den britischen Schauspielern Moir Leslie and Alister Cameron öffentlich, ein Bild zeigt die beiden am Strand, laut der Bildunterschrift im gemeinsamen Urlaub mit den Sawers. Außerdem soll die Lage der Londoner Wohnung der Familie aus den Daten ersichtlich gewesen sein.

Außenminister Miliband nimmt den Diplomaten in Schutz

Shelley Sawers hatte ihre komplette Facebook-Seite allen Benutzern im 200 Millionen Mitglieder starken Netzwerk "London" zugänglich gemacht und in den Privacy-Einstellungen keine Einschränkungen gesetzt. Bis Freitag waren Bilder und Details über die Familie Sawers frei zugänglich, berichtet die Internet-Seite des "Guardian". Nachdem Journalisten das Außenministerium kontaktiert hatten, wurde die Seite allerdings gelöscht.

Einige Oppositionsabgeordnete sprachen von einem Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien, andere nannten den Vorfall beschämend. Ein Sprecher der liberalen Partei forderte Regierungschef Gordon Brown auf, die Ernennung von Sawers zum Geheimdienstchef zu überprüfen.

Der britische Außenminister David Miliband nahm Sawers gegen die Angriffe in Schutz. Der ehemalige Sondergesandte im Irak und Ex-Botschafter in Kairo sei ein "herausragender Fachmann", sagte Miliband der BBC.

Der Außenminister ergänzte, es sei "kein Staatsgeheimnis, dass er eine Badehose der Marke 'Speedo' trägt". Er sähe nicht, dass wichtige Geheimnisse verraten worden seien und attackierte seinerseits die Medien, weil sie Sawers Familie in die Angelegenheit "hineingezogen" hätten.

Der Chefposten beim MI6, für den der Karrierediplomat Sawers vor zehn Tagen nominiert worden war, ist der prominenteste Job im britischen Geheimdienstwesen. Der Dienst ist auch für die Terrorismusabwehr auf der Insel zuständig. Bis in die neunziger Jahre galt sogar der Name des MI6-Chefs, mit Codenamen "C" genannt, als Staatsgeheimnis.

mit Material von AP und dpa

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31.10.2009 von scientist-on-hartz4: hähä

So dusselig war die gar nicht! Die wollte ihrem Göttergatten gehörig eins auswischen. Und in der Badewanne machen ab einem gewissem Alter die wenigsten eine gute Figur hehe. mehr...

31.10.2009 von medienquadrat:

darum geht es bei der Kritik doch gar nicht. Es geht um das verhältnis, dass es bei dem Hartz4 Beantrager um die persönliche Existenz und Würde geht, und der Sachbearbeiter seine Spielräume als Machtfaktor einsetzen kann. [...] mehr...

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Wer sich höflich benimmt, ist also ein "angepasster Speichellecker", interessant. Wer mit so einer Einstellung um Sozialleistungen bittet, brauch nicht wundern. mehr...

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