Chris Anderson ist seit Jahren Chefredakteur des Magazins "Wired" und machte 2006 mit seinem Buch " The Long Tail" Furore, in dem er Nischenmärkte als Zukunftsmodell für das Einkaufen im Internet pries.
Sein neues Buch "Free" handelt vom Preisverfall in vielen Märkten - von den rasant fallenden Kosten für Telefonminuten bis hin zu den Preisen für Mikrochips. Und von der Frage, wie künftig mit Produkten dennoch Geld verdient werden kann. Dinge zu verschenken, glaubt Anderson, kann unerwartete, für den Hersteller durchaus erwünschte Folgen haben: "Aus Sicht des Konsumenten gibt es zwischen günstig und kostenlos einen gewaltigen Unterschied", schreibt er. "Wenn man ein Produkt verschenkt, kann es sich viral verbreiten. Wenn man nur einen einzigen Cent dafür nehmen will, landet man in einem völlig anderen Geschäftsbereich." Der Markt für Produkte, die nichts kosteten, sei nicht der gleiche für solche mit einem Preisschild.
Verdienen könnten Unternehmen künftig "um Produkte herum", so wie Google das macht: Für die Nutzung der Suchmaschine zahlt niemand, doch mit der Werbung, die der Konzern einblendet, werden Milliarden umgesetzt.
Konsequenterweise wird auch "Free" verschenkt - als Hörbuch kann man es etwa über die Web-Seite von "Wired" direkt herunterladen. In Großbritannien wird es auch eine gekürzte Druckfassung geben, die ebenfalls verschenkt wird - mit dem Logo eines Sponsors auf dem Cover. Auch die gekürzte Version enthalte aber alle Kapitel, schreibt Anderson in seinem Blog - "bis auf die Anhänge, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht".
cis
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