Von Konrad Lischka
Da Menschen gelernt haben, im Web für Digitales selten zu zahlen, versuchen Portale, über ihre bekannte Marke Analoges zu verkaufen. Das funktioniert nicht immer: Ebay hat in Deutschland mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr 2007 versucht, das "eBay Magazin" als Kiosktitel zu etablieren, inzwischen wird das Heft bestimmten Kunden gratis zugestellt. Wer nicht zu dem umsatzstarken Kreis gehört, kann sich vier Hefte im Jahr für neun Euro zuschicken lassen.
MySpace versucht etwas ähnliches mit Telefonen (bis Ende Juni gab es ein MySpace-iPhone für Studenten) und Musik-Compilations: Seit Ende Juni ist die erste "MySpace-Compilation" im Handel, eine Doppel-CD mit 42 Titeln (für knapp 20 Euro) von gerade populären Band wie MGMT, Glasvegas und Gossip. Ob hier die Marke MySpace besser als beim Ebay-Heft zieht, muss sich noch zeigen - die Kundenkommentare bei Amazon sind positiv, der Verkaufsrang derzeit aber nicht überragend hoch.
MySpace-Manager Berger will solche Nebengeschäfte ausbauen, auch wenn Werbung derzeit viel mehr Geld bringt: "Die alternativen Erlösquellen bieten mehr Potential, bewegen sich aber auf niedrigerem Niveau. Hier kann man noch viel bewegen."
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