ThemaSuchmaschinenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
22.07.2009
 

Verleger Hubert Burda

"Google ist die Killerapplikation"

Hubert Burda fordert im Gespräch mit dem manager magazin für die Verlage einen Anteil an den Werbeeinnahmen von Suchmaschinen wie Google. Außerdem will Burda eine Mehrwertsteuer-Befreiung für Magazine und Zeitungen.

Der Münchner Verleger Hubert Burda (69, "Focus", "Bunte") hat in einem Interview mit dem manager magazin (die Ausgabe erscheint am 24. Juli) die Notwendigkeit eines erweiterten Leistungsschutzrechts betont. Angesichts der dramatisch sinkenden Werbeeinnahmen der Verlage und der stetig wachsenden Konkurrenz durch kostenlose Internet-Angebote "müssen sich alle Beteiligten über die Spielregeln für einen fairen Wettbewerb verständigen".

Verleger Burda: "Über die Spielregeln für einen fairen Wettbewerb verständigen"
Zur Großansicht

Verleger Burda: "Über die Spielregeln für einen fairen Wettbewerb verständigen"

Anders als das Urheberrecht schütze das Leistungsschutzrecht auch "die Rechte desjenigen, der die kreativen Inhalte aufwendig verbreitet", also der Verlage, sagt Burda, der auch Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger ist.

An journalistischen Produkten verdienten Verlagshäuser im Internet nicht annähernd genug, um ihre Portale profitabel zu betreiben: "Aktuell gibt es nur einen Sieger, und das ist Google mit seiner Verlinkung von Suchanfragen auf konkrete Angebote.

Das ist die Killerapplikation." Die marktbeherrschende Suchmaschine, sagt Burda, liefere "rund die Hälfte des Traffics der journalistischen Websites" und verwalte "in Deutschland über ein Drittel der Werbeumsätze im Netz - und all das, ohne selbst in teuren Journalismus zu investieren".

"Das Leistungsschutzrecht", fordert Burda, sollte deshalb "im Sinne einer größeren Transparenz weiter gefasst werden als bisher geplant und in einen rechtlichen Kontext gebracht werden, der jedem Marktteilnehmer einen Fair Share gibt".

Marktanteile: Google und die Konkurrenz

Browser

Microsoft Internet Explorer 54,68%
Firefox 21,67%
Chrome (Google) 13,11%
Safari (Apple) 7,47%
Opera 2,98%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Juni 2011, Quelle: Net Applications

Suche

OS

Werbung

Mobil

Nach Aussage Burdas stehe die Medienbranche vor einem Umbruch, "vergleichbar mit dem Jahr 1500, also jener Schwellenzeit, in der Gutenberg mit dem Buchdruck das Kopieren per Hand ablöste". Dennoch warnt er vor übertriebenem Pessimismus: Der Journalismus sei zwar "im Netz durch Werbung meist nicht refinanzierbar". Dies gelte aber nicht für Print im Allgemeinen: "Zeitschriften bleiben trotz Internet ein reifes, aber sehr gesundes Geschäft."

Als "hilfreich" bezeichnete Burda überdies "die Befreiung der Print-Erzeugnisse von der Mehrwertsteuer, in Großbritannien und Finnland haben sich Steuermaßnahmen bewährt".

bol

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web
alles zum Thema Suchmaschinen

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP