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27.08.2009
 

Google Books

Google Books stellt auf ePub-Format um

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ddp

Nachdem Sony seinen E-Book-Shop bereits auf das offene ePub-Format umgestellt hat, will Google jetzt nachziehen. Amazon steht mit seinem proprietären Kindle-Format zunehmend isoliert da.

Langsam dürfte Amazon sich immer weiter in die Ecke gedrängt fühlen. Nachdem Sony bereits angekündigt hat, in seinem E-Book-Shop künftig das offene ePub-Format einzusetzen, zieht jetzt auch Google nach. Millionen Bücher, die bereits für Google Books digitalisiert wurden und deren Copyright bereits abgelaufen ist, werden nun im offenen ePub-Format erhältlich sein.

Bisher wurden diese Bücher bei Google Books nur kostenlos im PDF-Format angeboten. Das ist jedoch für die meisten E-Book-Reader nicht geeignet, das ePub-Format hingegen schon. Bei ePub wird die Laufbreite des Textes automatisch an die Bildschirmgröße angepasst, während das PDF quasi eine definierte Seitengestalt transportiert - passt diese nicht zur Größe und Dimensionierung des jeweiligen Bildschirms, erschwert dies das Lesen. Das ePub-Format ist also flexibler und zudem als offener Standard definiert: Immer mehr E-Reader bedienen sich des Dateiformates, das sich anschickt, zum Standardformat für elektronische Bücher zu werden.

ePub nicht für Kindle geeignet

Nur der Kindle von Amazon ist mit ePub nicht kompatibel. Der weltgrößte Internetbuchhandel bindet seine Kunden mit dem E-Book-Reader Kindle an sein proprietäres Format. Amazons Vorteil ist aber weiterhin, dass Google lediglich Bücher kostenlos im ePub-Format anbietet, deren Copyright schon abgelaufen ist - die beliebten Klassiker, deren Autoren in der Regel mehr als 70 Jahre verstorben sind. Wem also der Sinn nach einem aktuellen Bestseller steht, ist bei Amazon besser aufgehoben.

Googles Verhalten bei der Buchdigitalisierung hat jedoch auch schon viele Gegner auf den Plan gerufen. Googles größte Konkurrenten Amazon, Microsoft und Yahoo haben sich erst kürzlich der Open Book Alliance angeschlossen. Die Vereinigung will einer Vereinbarung entgegenwirken, die es Google ermöglichen würde, Millionen von Büchern einzuscannen und seinen Nutzern zugänglich zu machen.

Open Book Alliance will Google stoppen

Im Herbst 2008 hatte sich Google mit US-Autorenverbänden darauf verständigt, 125 Millionen Dollar an Rechteinhaber zu zahlen, nachdem sie wegen der Verletzung ihrer Urheberrechte geklagt hatten. Google soll laut der Vereinbarung bereits gescannte Werke sowohl in Ausschnitten im Netz veröffentlichen, als auch online verkaufen dürfen. Im Gegenzug sollen Autoren auch an Werbeeinnahmen beteiligt werden, die Google in der Buchsuche erzielt. Die Vereinbarung zwischen Google und den Autorenverbänden bedarf aber noch einer richterlichen Zustimmung. Die Gerichtsanhörung soll am 7. Oktober 2009 stattfinden.

mcc

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