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"Haste schon gehört?": Das Echtzeitnetz basiert auf persönlicher KommunikationZur Großansicht
Corbis

"Haste schon gehört?": Das Echtzeitnetz basiert auf persönlicher Kommunikation

6. Teil: Das neue, schnelle Netz basiert auf Vertrauen unter Freunden

Informationen fließen im Echtzeitinternet nicht nur schneller. Sie werden auch mit einer persönlichen Note versehen. Eine Nachricht, die einem ein guter Freund weiterreicht, wird automatisch als relevanter erlebt als eine, von der man auf anderem, weniger persönlichem Weg erfährt. Google hat deshalb eben auch noch eine sogenannte "Social Search" vorgestellt. Wie Google-Managerin Marrissa Meyer bei einer Konferenz in Kalifornien mitteilte, soll man sich unter bestimmten Bedingungen in seine Suchergebnisse auch passende Ergebnisse aus dem eigenen digitalen Freundeskreis einblenden lassen können. Wer nach "Fahrrad mit Nabenschaltung" sucht, könnte dann unter Umständen nicht nur auf die üblichen Händlerseiten stoßen, sondern auch auf das Facebook-Status-Update eines alten Freundes, der sich so ein Rad gerade zugelegt hat. Oder auf einen Blogeintrag eines Bekannten zum Thema. Damit das funktioniert, muss man allerdings ein eigenes Google-Profil anlegen und den Suchmaschinisten gestatten, auf die eigenen Freundesnetzwerke bei Community-Plattformen etc. zuzugreifen.

Microsoft hat über die angekündigte Integration von Facebook-Inhalten in Bing bislang noch nicht viel verlauten lassen. Es könnte aber gut sein, dass die "Social Search"-Arbeitsgruppe von Microsoft mit den Facebook-Inhalten Ähnliches vorhat wie Google mit seiner "Sozialen Suche". Auch hier könnten Informationen aus dem eigenen Bekanntenkreis bevorzugt dargestellt werden. Facebook-Status-Updates lassen sich prinzipiell ebenso behandeln wie Tweets - allerdings müssen Facebook-Nutzer der Veröffentlichung explizit zustimmen, was bislang nur eine Minderheit tut. Man kann also damit rechnen, dass die Riesen-Community ihre Nutzer in Zukunft verstärkt zu mehr Öffentlichkeit drängen wird - was Datenschützer einmal mehr in Sorge versetzen dürfte.

Das "Hast Du schon gehört?"-Internet jedenfalls, da scheint man sich in Redmond und Mountain View einig zu sein, ist das nächste große Ding.

Das gilt übrigens auch dann, wenn weiter wie bisher nur ein kleiner Teil der Internetnutzer dabei mitmacht. Hier gilt das gleiche wie für Verlinkungen, Wikipedia und so viele andere Aspekte des sozialen Netzes: Auch wenn sich nur fünf Prozent aktiv beteiligen - profitieren können alle.

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insgesamt 18 Beiträge
Dr. Baums Zimmer 22.10.2009
"... das Web verändert." Nicht nur! Auch den Arbeitsmarkt... wehr oder weniger inoffizielle Call-Center-artige Unternehmen, die ihre Dienste den gar nicht wenigen Firmen anbieten, die ihre 'Nachrichten' in die social [...]
Zitat von sysopDie ersten Tweets über das Erdbeben kommen noch vor den seismischen Wellen: Unsere digitale Kommunikation wird immer rasanter, unmittelbarer, direkter - nun starten Microsoft und Google eigene Echtzeit-Suchen. Christian Stöcker erklärt, wie "Hast Du schon gehört"-Kommunikation das Web verändert. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,656755,00.html
"... das Web verändert." Nicht nur! Auch den Arbeitsmarkt... wehr oder weniger inoffizielle Call-Center-artige Unternehmen, die ihre Dienste den gar nicht wenigen Firmen anbieten, die ihre 'Nachrichten' in die social networks einbringen wollen.... wieviele Agenten benötigt die deutsche Automobil-, wieviele die Pharmaindustrie? - - Da kommt ganz schön was zusammen! Ich bin ja jetzt schon manchmal überfordert, weil ich nicht weiss, ob nicht der Blog, den ich gerade lese, schon von jemand anderem übernommen wurde..... Eine Zeitung oder ein Magazin mit Journalisten und Essayisten, die einen Ruf zu verteidigen hatten, war/ist mir da wirklich lieber, scheinen aber wegen der Vorlieben der heutigen Jugend leider auszusterben.
Edda Sörensen 22.10.2009
In der Tat eine geniale message: Wenn die Nachricht wichtig ist, dann findet sie mich! Seit sechs Monaten habe ich keinen Fenseher mehr und informierte mich nur übers Internet. Gestern, auf der Suche nach dem Video [...]
Zitat von sysopDie ersten Tweets über das Erdbeben kommen noch vor den seismischen Wellen: Unsere digitale Kommunikation wird immer rasanter, unmittelbarer, direkter - nun starten Microsoft und Google eigene Echtzeit-Suchen. Christian Stöcker erklärt, wie "Hast Du schon gehört"-Kommunikation das Web verändert. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,656755,00.html
In der Tat eine geniale message: Wenn die Nachricht wichtig ist, dann findet sie mich! Seit sechs Monaten habe ich keinen Fenseher mehr und informierte mich nur übers Internet. Gestern, auf der Suche nach dem Video "Neues aus der Anstalt" sah ich mir die Kurzfassung vom heute Journal an und ich konnte schon allein die schrille, belehrende Stimme der Moderatorin nicht aushalten. Man sah sie nicht, jedoch war sie sicherlich genauso geschminkt und zurechtfrisiert wie ihre Nachrichten :o) Unglaublich, dachte ich mir, dass ich mir das jahrelang angeschaut habe, ohne ernsthaft Schaden zu nehmen. Die reden mit einem, als ob man ein Kind wäre, dem man alles erklären muss, in eindringlichen, ja beinahe beschwörenden Tönen, geben sie einem die Glaubeformel des Tages. Das grenzt verdächtig an Hypnose, wahrscheinlich heisst es deshalb: das Meduim - die Medien. Ja, im Vergleich dazu wirkt das Internet mit seinen unendlichen Möglichkeiten, sich von allen Seiten informieren und obendrein auch noch mitreden zu können, schon wie ein erfrischender Wind durch die offiziell gepredigte political correctness. Und mit Sicherheit - die für mich wichtige Nachricht findet mich auch.
dehnübung 22.10.2009
Es wird unterstellt, dass "wichtige" Informationen sich schneller vervielfachen. Ich sehe darin aber auch eine gigantische Vervielfältigung von Daten(Informations)-Müll. Das Internet bleibt spannend, sowohl im [...]
Es wird unterstellt, dass "wichtige" Informationen sich schneller vervielfachen. Ich sehe darin aber auch eine gigantische Vervielfältigung von Daten(Informations)-Müll. Das Internet bleibt spannend, sowohl im Positiven, als auch im Negativen.
technik68 22.10.2009
Beispiele: Ich habe das Gefühl, dass mein Twitter-Account nicht richtig funktioniert. Also gebe ich bei Google "twitter server status" ein und bekomme heute (22.10.2009) als Top-Ergebnis eine Statusmeldung über ein [...]
Beispiele: Ich habe das Gefühl, dass mein Twitter-Account nicht richtig funktioniert. Also gebe ich bei Google "twitter server status" ein und bekomme heute (22.10.2009) als Top-Ergebnis eine Statusmeldung über ein Datanbankserverproblem vom 01.05.2008 ... Im Radio bekomme ich mit, dass es auf der A5 bei Bruchsal einen Unfall gegeben hat. Da Bekannte in der Gegend unterwegs sind, möchte ich mehr wissen. Die ersten News die Google News zum aktuellen Unfall auf der A5 bei Bruchsal ausspuckt, kommen 6 Stunden nach der Radiomeldung, die auch erst gesendet wurde, als der Stau schon 6 km lang war. Die davor angezeigten Suchergebnisse waren ohne jegliches Interesse. In solchen Fällen ist die klassische Suche bei Google, selbst im derzeitigen News-Bereich, wertlos. Was mich in den zitierten Fällen interessieren würde, ist eine wirklich aktuelle Meldung, die sich auf das jeweils aktuelle Geschehen bezieht und nicht Hunderte von Suchergebnissen, die sich auf ähnliche Ereignisse der vergangenen 5 Jahre beziehen. Vor diesem Hintergrund begrüsse ich jede Massnahme, die zu einer verbesserten Reaktionszeit und aussagekräftigeren Resultaten der Suchmaschinen führt.
bliefert 22.10.2009
Wie lange wird dieser obskure Dienst eigentlich noch gehypt? Das ganze ist doch nichts anderes als ein etwas familienfreundlicheres 4chan ohne Bilder. Wenn nicht sogar noch weniger glaubwürdig und zugespammter... Ich brauche [...]
Wie lange wird dieser obskure Dienst eigentlich noch gehypt? Das ganze ist doch nichts anderes als ein etwas familienfreundlicheres 4chan ohne Bilder. Wenn nicht sogar noch weniger glaubwürdig und zugespammter... Ich brauche jedenfalls keine Echtzeitkommunikation mit 5000 Leuten, die nicht relevanten Unsinn von sich geben. Und das in einer Geschwindigkeit, bei der ich das "Gespräch" weder verfolgen noch bewerten kann. Da lauere ich lieber mit 50 Bernds, die nicht relevanten Unsinn von sich geben, an anderer Stelle, wo man sich wenigstens auf die Unzuverlässigkeit verlassen kann.
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Marktanteile: Google und die Konkurrenz
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Safari (Apple) 4,15%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications





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