Mittwoch, 10. Februar 2010

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27.11.2009
 

Neue Optik

So sieht Google künftig aus

Von Matthias Kremp

Schluss mit schlichtem Blau: Ohne große Fanfare testet Google eine neue, buntere Optik und eine verbesserte Bedienung für seine Suchmaschine. Der Testlauf deutet auch die bald anstehende Einführung neuer Suchtechniken an - SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie das selbst mal ausprobieren können.

Was sofort auffällt: Das Logo sieht jetzt anders aus. Der arg an einfache Photoshop-Spielereien erinnernde Schlagschatten samt 3-D-Effekt ist jetzt verschwunden. Stattdessen leuchten jetzt kräftige Farben auf fast flachen Buchstaben. Das mag längst überfällig erscheinen, kommt aber offenbar nicht bei allen Nutzer der neuen Oberfläche gut an. Im Forum von Google Blogoscoped, in dem Philipp Lenssen als Erster auf die Veränderungen aufmerksam gemacht hat, wird jedenfalls heftig über das Logo gestritten. So beklagt sich ein User, ihm sei die neue Version viel zu bunt - und damit zu kindisch.

Wichtiger als das neue Logo-Design ist aber, dass jetzt links neben den Suchergebnissen eine Leiste mit Suchoptionen steht. Die gab es zwar auch vorher schon, sie musste aber per Mausklick manuell geöffnet werden. Zudem besteht die alte Optionsleiste nur aus einer Liste blau gefärbter Textlinks - nicht sehr aufregend. Die neue Optionsleiste hingegen weist zumindest mit kleinen bunten Icons darauf hin, dass man über ihre insgesamt neun Einträge gezielt beispielsweise nur die gefundenen Videos, Bilder oder Blogeinträge herausfiltern kann.

Außerdem werden in der Optionsleiste nun alternative Suchanfragen eingeblendet, die nach Googles Ansicht zur soeben gestellten Anfrage passen könnten. Fragt man nach "Michael", werden hier "david", "mike", "chris" und weitere Vornamen vorgeschlagen. Darunter findet sich ein Feld mit weiteren Suchfunktionen, mit denen man unter anderem einstellen kann, dass man mehr oder weniger Shopping-Seiten angezeigt bekommen möchte.

Ausprobieren

Um diese neue Optik nun ausprobieren zu können, sind allerdings ein paar Vorbereitungen nötig. So muss man sich zunächst bei Google ausloggen, sofern man dort eingeloggt ist. Ob das so ist, erkennt man ganz einfach daran, ob rechts oben auf der Google-Startseite ein Benutzername aufgeführt ist. Wenn dem so ist, sollte man auf "Ausloggen" klicken. Als nächstes kopieren Sie folgende Befehlsfolge in das Adressfeld des Browser und bestätigen mit der "Enter"-Taste

javascript:void(document.cookie="PREF=ID=20b6e4c2f44943bb:U=4bf292d46faad806:TM=1249677602:LM=1257919388:S=odm0Ys-53ZueXfZG;path=/; domain=.google.com");

Wenn sich daraufhin nichts an ihrem Browser ändert, ist das völlig in Ordnung. Der Befehl tut nichts anderes als einen Cookie zu setzen. Auch wenn Sie Google erneut aufrufen, zeigt sich keine Veränderung. Die ist nur zu sehen, wenn sie die US-Webseite der Suchmaschine aufrufen. Von der hierzulande üblichen Google-Seite aus gelangen Sie dorthin, wenn Sie unten auf den Link "Google.com in English" klicken.

Mehr Speed

Neben den vielen kleinen Verbesserungen, die dem Umgang mit Google zugutekommen können, dürfte die neue Optik dazu gedacht sein, auf die Einführung einer neuen Google-Technik hinzuweisen. Seit Monaten arbeitet der Konzern an einer als Caffeine bezeichneten Suchmethode. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde die Technik der Suchmaschine komplett überarbeitet. In erster Linie sollte dabei die Geschwindigkeit, mit der neue Seiten in den Index aufgenommen werden, erhöht werden. Offensichtlich eine Reaktion auf schnelle soziale Netzwerke wie Twitter. Außerdem soll der Index insgesamt vergrößert werden.

Bis vor kurzem gab es für Web-Entwickler, welche die neue Technik testen wollten, eine extra dafür eingesetzte Web-Seite. Seit dem 10. November jedoch ist diese von Google abgeschaltet worden. Wer die Seite seither aufruft, bekommt lediglich die Meldung präsentiert, die Tests seien nun erfolgreich abgeschlossen worden, die Test-Web-Seite deshalb nicht mehr nötig. "Wir glauben, Caffeine ist jetzt reif für ein größeres Publikum. Bald werden wir, angefangen mit einem Rechenzentrum, Caffeine weiter öffnen", heißt es weiter. Die eigentliche Einführung der neuen Suchtechnik soll aber erst nach den Feiertagen, also wohl Anfang 2010, erfolgen.

Abgesehen von der neuen Optik wird man davon als Anwender aber kaum etwas merken. Denn die Suchergebnisse werden sich von den aktuellen kaum unterscheiden, sie sollen eben nur schneller aktualisiert werden.

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Angeblich konnten Larry Page und Sergey Brin einander erst einmal nicht besonders gut leiden, als sie sich im Jahr 1995 zum ersten Mal trafen. Der 24-jährige Brin war übers Wochenende in Stanford zu Besuch, der 23-jährige Page gehörte angeblich zu einer Gruppe von Studenten, die Besucher herumführen mussten. Der Legende nach stritten Brin und Page ununterbrochen miteinander.

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