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30.11.2009
 

Bilanz der 2000er Jahre

Die Geheimnisse der Klick-Könige

Von Konrad Lischka

Mitmach-Netz: Die Erfolgskonzepte der 2000er Jahre
Fotos
Corbis

Facebook, Wikipedia und Musikbörsen wirken auf den ersten Blick einfach. Doch jedes erfolgreiche Mitmach-Portal basiert auf einer genialen, unverwechselbaren Idee. SPIEGEL ONLINE stellt die erfolgreichsten Netz-Konzepte der vergangenen zehn Jahre vor - und verrät ihre Erfolgsgeheimnisse.

Die Nasa hätte sehr, sehr viel Geld verdienen können mit dieser Idee. Es hätte vielleicht für eine Mondstation gereicht. Im November 2000, lange vor Facebook, Wikipedia, iStockphoto und all den anderen Internetseiten und -unternehmen hatten einige Nasa-Wissenschaftler eine großartige Idee. Sie wollten ausprobieren, ob Freiwillige, von denen jeder nur ein paar Minuten arbeitet, etwas von der Routinearbeit leisten können, die sonst ein Wissenschaftler in vielen Monaten ununterbrochener Tätigkeit schafft.

Es ging damals um Aufnahmen der Marsoberfläche, auf denen die Nasa Meteoritenkrater finden und klassifizieren wollte. Die geniale Idee der Wissenschaftler: Das können unbezahlte Freiwillige vielleicht genauso gut wie Mitarbeiter. Man stellte auf der Nasa-Website die Aufnahmen bereit. Freiwillige konnten sich registrierten und auf den ihnen zur Bearbeitung zugewiesenen Fotos die Einschlagsorte markieren. Wer einen kleinen Online-Test erfolgreich absolvierte, durfte sogar die entdeckten Krater nach einem Nasa-Schema klassifizieren.

Die Nasa hatte einen großartigen Namen für die unbezahlten Helfer: Clickworkers. Das Projekt war ein Erfolg. Im ersten Monat hatten die Klick-Arbeiter 271.211 Krater entdeckt und 76.003 klassifiziert.

Das Klick-Arbeiter-Prinzip haben viele Organisationen und Unternehmen in den 2000er-Jahren weiterentwickelt. Sie sammeln die Klicks anonymer Nutzer und veredeln sie zu Wissen. Beteiligt ist immer eine unbestimmte Masse an Menschen, die über das Internet wie auch immer geartete Daten schafft und bei einem Anbieter anhäuft. Egal ob Texte (Wikipedia), Kaufentscheidungen (Amazon) oder Bekanntschaften und Vorlieben (Facebook) - die große Kunst der erfolgreichen Datenorganisationen besteht darin, diese Informationen zu zentralisieren, zu ordnen und so auszuwerten, dass ein Mehrwert entsteht.

Massen vernetzen, Daten sammeln, analysieren und vermarkten - SPIEGEL ONLINE stellt die erfolgreichsten Datenveredler-Modelle der 2000er-Jahre vor.

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Die neuesten Beiträge:
03.01.2010 von rabenkrähe:

..... Es sind die Schwachen, die mit Härte ihre Macht und ihre angebliche Stärke zeigen wollen. Einer der Wegbereiter der Gewalt hierzulande heißt: Gerhard Schröder! Er tat alles, die Stammtische zu befrieden, sei es mit [...] mehr...

03.01.2010 von cosmo72: Die Erkenntnis, das die EU wohl ein

Die Erkenntnis, das die EU wohl ein Polizei- und Überwachungsstaat wird, den bisher dystopische Romane beschrieben *aus der ZEIT: Indect – der Traum der EU vom Polizeistaat - Ein Forschungsprojekt soll Wege finden, [...] mehr...

02.01.2010 von rabenkrähe:

.... Stimmt, die Gewalt ist in den letzten zehn Jahren auffallend eskaliert: Folterlager der USA, Intensivere Überwachungen unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung, die Sondereinheiten der Polizei wurden noch besser [...] mehr...

02.01.2010 von ich schon wieder: Sie löschen die Flammen...

... nicht den Brandherd ! Alles in allem eine sehr oberflächliche Betrachtung ihrerseits. Wie wäre es denn mit diesen Vorschlägen: ... statt die Perspektivlosigkeit für Jugendliche in einem hierzulande maroden [...] mehr...

02.01.2010 von 1. Oktober:

Die wichtigste und erschreckendste Veränderung ist, daß seit ein paar Jahren Gewalt gegen Menschen und Sachwerte (Autos beispielsweise) mehr und mehr zugenommen hat. Ich sehe hier einen direkten Zusammenhang mit maßlosem [...] mehr...

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