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Trotz Protesten Schröder beharrt auf Gastarbeitern in der Computerbranche

Gerhard Schröder bleibt dabei: Eine Green Card für Computerspezialisten soll Deutschlands Zukunft als Informationstechnologieland sichern. Bis zu 300.000 Arbeitsplätze könnten so in den nächsten drei Jahren entstehen, prophezeit der High-Tech-Kanzler.

Gerhard Schröder auf der Cebit
DPA

Gerhard Schröder auf der Cebit

Hamburg - Gerhard Schröder hat seinen Vorstoß für eine Visa-Regelung für Computerspezialisten mit Nachdruck verteidigt. Die so genannte Green-Card-Initiative "D 21" solle für mehr Arbeitsplätze sorgen, sagte er am Donnerstagabend in einem ZDF-Interview. Das kommende Jahrzehnt müsse zu einer Dekade "Deutschland geht online" werden.

Um dies zu gewährleisten, müsse man hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen, weil es davon hier zu Lande bislang nicht genügend gebe, sagte er. Dies solle mit der von ihm vorgeschlagenen Visa-Initiative erreicht werden. Dabei von Lohndumping und Arbeitsplatzvernichtung für deutsche Arbeitnehmer zu sprechen, sei schlichtweg falsch.

Deutschland müsse ein Land werden, das offen sei für die Besten der Welt, sagte der Kanzler in den ARD-"Tagesthemen". Er mahnte, der riesige Boom in der Informationstechnologie dürfe nicht an Deutschland vorbei gehen. "Es haben alle geschlafen", kritisierte Schröder. Weder die Unternehmen noch die alte Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl hätten die Entwicklung dieser Wachstumsbranche par excellence in den letzten Jahren ernst genommen.

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