ThemaFernsehenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
08.12.2009
 

Rundfunkgebühren

GEZ-Pflicht für PC, Smartphone & Co. geplant

GEZ-Anmeldeformular: bald Gebührenpflicht für alle?Zur Großansicht
dpa

GEZ-Anmeldeformular: bald Gebührenpflicht für alle?

Auch wer keinen Fernseher besitzt, könnte künftig verpflichtet werden, GEZ-Gebühren zu zahlen. So sieht es ein Entwurf vor, den die Ministerpräsidenten der Länder derzeit prüfen. Zudem müsste, wer von den Gebühren befreit werden will, künftig eidesstattlich erklären, keinen Fernseher zu haben.

Die Ministerpräsidenten der Länder prüfen derzeit Möglichkeiten, auch Menschen ohne Fernseher zu GEZ-Vollzahlern zu machen. Wie die federführende rheinland-pfälzische Staatskanzlei am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP erklärte, werden bei der anstehenden Reform der Rundfunkgebühr derzeit vor allem zwei Varianten diskutiert.

Dem ersten Modell zufolge soll die GEZ-Gebühr weiterhin geräteabhängig erhoben werden, allerdings ohne bisher geltende Ermäßigungen zum Beispiel für internetfähige Computer. Das heißt, jeder, der ein entsprechendes Gerät zu Hause hat, müsste die volle Gebühr von derzeit knapp 18 Euro zahlen. Das könne dann auch für internetfähige Telefone (Smartphones) gelten, hieß es. Bislang kostet die GEZ-Gebühr für "neuartige Rundfunkgeräte" 5,76 Euro. Für diejenigen, die ohnehin einen Fernseher angemeldet haben, würde sich nichts ändern.

Außerdem soll in dem Modell nicht mehr die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) nachweisen müssen, dass in dem Haushalt ein entsprechendes Empfangsgerät vorhanden ist. Der Verbraucher solle verpflichtet werden, nachzuweisen, dass er kein Rundfunkgerät besitzt, wenn er von der Gebühr befreit werden will. Das könne er zum Beispiel über eine eidesstattliche Erklärung, hieß es. Vorstellbar sei auch eine schriftliche Erklärung, die ein Kontrolleur dann überprüfe. Damit könnten die Kontrolldienste und die damit verbundenen Kosten verringert werden.

Eine Zwangsabgabe mit vielen Namen - nur "Steuer" nennt sie niemand

In einem zweiten Modell soll eine geräteunabhängige Medienabgabe von jedem Haushalt erhoben werden. Die Gebühren, hieß es, wären in beiden Modellen etwa gleich hoch. Eine Änderung könnte allerdings frühestens in der nächsten Gebührenperiode von 2013 an in Kraft treten, hieß es.

Eine Entscheidung über das neue Modell zur Erhebung der Gebühren soll im Juni 2010 getroffen werden. Auch wenn die Ministerpräsidenten sich für keines der beiden entschieden, hieße das nicht, dass die Gebührenstruktur bleiben müsse, wie sie ist. Ermäßigungen für Computer habe man eingeführt, weil man mit dem damaligen Stand der Technik vor allem Radio mit den Geräten hören konnte. Inzwischen sei es kein Problem zum Beispiel auch auf Laptops fernzusehen. Eine Ermäßigung für solche Geräte könnte also wegfallen.

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verlangt zurzeit 5,76 Euro im Monat für ein Radio oder ein "neuartiges Rundfunkgerät", das heißt, ein Gerät, das zum Beispiel per Kabel oder Funk Internetzugang hat. Dabei spielt es in der Regel keine Rolle, ob der Verbraucher das Angebot auch nutzt.

mak/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 274 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.01.2010 von retmar: ....

Genau das bedeutet es! Das Ganze ist schlicht und einfach nichts weiter als ein Akt einer unverfrorenen staatlichen Piraterie. Vom Internet-Konsumenten UNGEFRAGT und UNGEBETEN schmeissen die DEUTSCHEN "öffentlich [...] mehr...

08.01.2010 von diplom kiffer?: Mein Internet!

Ich haette zu diesem Thema SO VIEL zu sagen, fehlte mir dafuer jetzt nicht der Antrieb. Aber folgendes finde ich interessant genug um es euch zu posten: Hostname www.zdf.de ISP Level 3 Communications Country [...] mehr...

15.12.2009 von chanoyu: GEZ ist falsche Adresse...

Als bloße Erfüllungsgehilfen von Politik und ÖR ist es völlig gleichgültig, wie versucht wird die GEZ auszubooten. Die Höhe und Dimension von den Rundfunkgebühren wird in den Landesparlamenten beschlossen. Proteste also bitte an [...] mehr...

14.12.2009 von United20: Hmmm...

Das ist ein Interessanter Ansatz! Wenn man nun eine Internetseite aufmacht und die Leure aufruft die Einzugsermächtigung zu beenden ... und die GEZ mit Mehrzahlungen von 0,10 cent - 50 cent zu überhäufen... Was würde die [...] mehr...

14.12.2009 von frozenplasma: bender

wissen sie, ich würd denen gern mehr zahlen im monat wenn ich das bekommen würde was ich für DAS geld erwarten kann. nun rufe ich mal in erinnerung welchen zirkus es gab mit dem ex-ZDF-mann bender. hat das alles was mit [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web
alles zum Thema Fernsehen

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP