Von Konrad Lischka
Das Internet - das bedeutet unendliche Weite. Kaum Zugangshürden für Menschen, die mitmachen wollen. Offene Standards. Enorme Vielfalt.
Aber sieht so auch das Internet der Zukunft aus?
Zwei Jahrzehnte ist es her, dass Tim Berners-Lee in Genf die Standards für das Web aufschrieb, wie wir es heute kennen. Er legte, gemeinsam mit den Schöpfern der noch älteren Datenübertragungsprotokolle wie TCP/IP, die Grundlage für den Reichtum all der Internetmilliardäre und -millionäre, die zu den neuen Stars der Computerindustrie geworden sind - indem er eine Infrastruktur schuf, die komplett offen ist. Jeder kann sie nutzen. Kostenlos. Jeder kann sie erweitern. Das Internet basiert nicht auf einer geschlossenen Datenbank. Das WWW bevorzugt keine einzelnen Betriebssysteme, keine einzelnen Softwareanbieter oder Computerhersteller. Es ist erst mal für alle da.
Dank dieser Offenheit konnten Konzerne wie Google und Facebook zu den Giganten werden, die sie heute sind. Doch jetzt sind es gerade diese Unternehmen, die im Internet Inseln errichten. Zum Beispiel Amazon. Der Internethändler hat erst an diesem Donnerstag einen Download-Shop nach Apple-Vorbild für seine Kindle-Lesegeräte angekündigt. 30 Prozent der Einnahmen will Amazon behalten und außerdem entscheiden, wer was in dem Inselreich anbieten darf.
So halten es auch andere App-Store-Anbieter und Internetunternehmen, allen voran Apple. Ihre Inseln im Netz sind viel eher geschlossen als offen - und gerade deshalb durchaus auch reizvoll für Unternehmen wie für Nutzer.
Das Marktforschungsunternehmen Gartner sagt voraus, dass schon in drei Jahren mehr Menschen mit Handys und anderen mobilen Geräten ins Internet gehen werden als mit normalen Computern. Das mobile Web wird zum Trend der kommenden Jahre - und es wird anders funktionieren als das WWW. Es wird sich viel stärker auf die Inseln von Amazon, Google, Facebook & Co. fokussieren.
Die Konzerne konzentrieren und parzellieren das Internet und erfinden es dabei neu. SPIEGEL ONLINE analysiert, wie das Netz der Zukunft aussieht - und welche Rolle das mobile Web spielen wird:
Auf anderen Social Networks posten:
Na wenn das mal kein absurder Vergleich ist. Jeder Ladenbesitzer kann sich aussuchen was er an wen verkauft. Das gleiche gilt für Apple und Co. Warum sollte Apple über iTunes Applikationen für Nokia verkaufen? Warum? [...] mehr...
Das war erhellend. Ich kannte die Story noch nicht. mehr...
Zum Teil wird der Autor zu persönlich, aber den Grundtenor kann ich nur unterstützen. Zum Beispiel: ""Apple lässt nur Anwendungen für die eigenen iPhone-Handys zu - Konkurrenzgeräte bleiben außen vor - und begutachtet [...] mehr...
Wenn der Kunde denn auch dumm bleibt. Apps sind sicher eine nette Dreingabe, jedoch funktioniert kein ernstzunehmender Dienst (auch kein App) ohne einen Server im Web, der bei Bedarf Daten aufs Handy schaufelt. Die Apps sind [...] mehr...
Ich fand, bevor ich SPON las, immer die Leserbriefe das Beste am Spiegel und jetzt sind es meistens die Foreneintraege, die den besten Inhalt haben und die meist irgendwie vermurksten Artikel ergaenzen, korrigieren oder in ein [...] mehr...
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